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Süddeutsche Tage der Kinder- und Jugendmedizin München

04.05. - 06.05.2012, München

Eingeschränkte postoperative körperliche Aktivität von Kindern mit angeborenem Herzfehler nach stationärem Aufenthalt

Meeting Abstract

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  • N. Reiner - TU München, Präventive Pädiatrie, München, Germany
  • R. Oberhoffer - TU München, Präventive Pädiatrie, München, Germany; Deutsches Herzzentrum München, Kinderkardiologie und Klinik für angeborene Herzfehler, München, Germany

Süddeutsche Tage der Kinder- und Jugendmedizin. 61. Jahrestagung der Süddeutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin und der Süddeutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie und dem Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte – Landesverband Bayern. München, 04.-06.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12sgkjP27

DOI: 10.3205/12sgkj68, URN: urn:nbn:de:0183-12sgkj682

Veröffentlicht: 11. April 2012

© 2012 Reiner et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Kinder mit angeborenem Herzfehler (AHF) weisen eine Leistungslimitierung auf, die unter anderem auch durch lange Krankenhausaufenthalte bedingt sind.

Diese Studie untersuchte die postoperative körperliche Aktivität bei Kindern mit AFH mittels Accelerometer unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt.

Methoden: 34 Kinder und Jugendliche mit AHF (21 Mädchen, 8,0 Jahre [IQ: 6,0-11,0 Jahre]) nach postoperativem Krankenhausaufenthalt. Zur Beurteilung der körperlichen Aktivität wurde den Kindern direkt nach dem stationären Aufenthalt ein Accelerometer mit nach Hause gegeben, welcher über einen Zeitraum von einer Woche getragen wurde.

Ergebnisse: Mit 58,5 Minuten (IQ 35-123 Minuten) mindestens moderater Aktivität pro Tag wiesen 50% der Kinder mit angeborenem Herzfehler eine reduzierten Bewegungsaktivität nach postoperativen stationären Krankenhausaufenthalt auf. Genderspezifische Unterschiede waren nicht zu erkennen (p=0,362).

Schlussfolgerung: Kinder mit CHD haben in der ersten Woche nach stationärem Aufenthalt eine eingeschränkte körperliche Aktivität. Ambulante Rehabilitationsprogramme zur Steigerung der körperlichen Bewegung sollten sich nach stationärem Aufenthalt anschließen, um weitere Dekonditionierung vorzubeugen.