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173. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte

04.02. - 05.02.2011, Münster

Monitoring und Wiederbehandlungsstrategie bei der exsudativen AMD – aktueller Stand

Meeting Abstract

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  • F.G. Holz - Bonn

Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. 173. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte. Münster, 04.-05.02.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11rwa07

DOI: 10.3205/11rwa07, URN: urn:nbn:de:0183-11rwa075

Veröffentlicht: 2. Februar 2011

© 2011 Holz.
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Gliederung

Text

Bei der Optimierung der anti-VEGF-Therapie der neovakulären AMD stellt sich die Frage, wie ein bestmöglicher funktioneller Erfolg mit minimalen Risiken für den Patienten und adäquatem Ressourceneinsatz erzielt werden kann. Wenngleich die Datenlage dafür spricht, dass mit monatlichen intravitrealen Injektionen im Durchschnitt die besten Visusergebnisse erzielt werden, entspricht diese Vorgehensweise zum einen nicht dem europäischen „label“ von Ranibizumab, zum anderen hat sich gezeigt, dass der indivduelle Bedarf an Reinjektionen sehr unterschiedlich sein kann und es Patienten mit einem sehr günstigen Verlauf bei nur wenigen Folgeinjektiionen nach den initialen drei Injektionen gibt. In jedem Fall sind im Verlauf monatliche Monitoringuntersuchungen anzuraten. Bei den Kriterien zur Reinjektion besitzen neben dem Visus v.a. die Befunde hochauflösender SD-OCT-Untersuchungen eine zentrale Bedeutung, um frühestmöglich eine neuerliche Aktivität des neovaskulären Prozesses zu erkennen. Eine spätere Wiederbehandlung bei bereits eingetretener Funktionsminderung führt meist zu irreversiblen funktionellen Ausfällen. Gemäß den aktualisierten Empfehlungen der Retinologischen Gesellschaft, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft und des Berufsverbands der Augenärzte (2011) umfassen die Wiederbehandlungskriterien subretinale Flüssigkeit, diffuse Verdickung der zentralen Netzhaut, Zunahme intraretinaler zystoider Flüssigkeitsräumen, Zunahme einer Pigmentepithelabhebung und neue sub- oder intraretinale Blutung sowie Reduktion des bestkorrigierten Visus. Monatliche Untersuchnung sollten eine Funduskopie binokular in Mydriasis, eine Spectral-Domain-OCT-Untersuchung der gesamten Makularegion (mit ausreichender Schnittzahl und Vergleichsmöglichkeit der Schnittbilder zu verschiedenen Untersuchungszeitpunkten) und den bestkorrigierten Visus umfassen. Eine Fluoreszein-Angiographie ist sinnvoll, falls eine Krankheitsprogression nicht funduskopische oder anhand von OCT-Veränderungen erklärt ist.