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25. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

01.06. - 02.06.2012, Münster

Longitudnale Veränderungen retikulärer Drusen bei altersabhängiger Makuladegeneration

Kongressabstract

  • Steffen Schmitz-Valckenberg - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • J.S. Steinberg - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • J. Auge - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • M. Fleckenstein - Universitäts-Augenklinik Bonn
  • F.G. Holz - Universitäts-Augenklinik Bonn

Retinologische Gesellschaft. 25. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Münster, 01.-02.06.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12rg30

doi: 10.3205/12rg30, urn:nbn:de:0183-12rg307

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2012/12rg30.shtml

Veröffentlicht: 30. Mai 2012

© 2012 Schmitz-Valckenberg et al.
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Gliederung

Text

Ziele: Ziel der Studie ist die longitudinale Analyse von retikuären Drusen (RDR) bei Patienten mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) mittels simultaner kombinierter konfokaler Scanning Laser Ophthamoskopie und spectral-domain optischer Kohärenztomographie (SD-OCT).

Methoden: Bei 84 Augen von 42 Patienten (Alter: Median75,9 Jahre) mit trockener AMD wurde die topographische Verteilung der RDR-Fläche und deren Veränderung über 18 Monate anhand Drei-Felder-Fundusautofluoreszenz-Aufnahmen (FAF, exc=488, em 500–700 nm) durch zwei unabhängige Untersucher quantifiziert. In einer weiteren Analyse wurden SD-OCT Aufnahmen von 55 Augen von 37 Patienten (Alter: 79,7 Jahre) mit AMD und mit mindestens zwei Untersuchungen (Mittlere Beobachtungszeit: 27,5 Monate) analysiert. Hierbei wurden Follow-up-Aufnahmen verwendet, um eine Alignierung von SD-OCT Scans zu unterschiedlichen Zeitpunkten sicherzustellen.

Ergebnisse: Mittels FAF Bildgebung wurde eine Zunahme sowohl der von RDR betroffenen Netzhaut-Fläche als auch der Dichte beobachtet. Die quantitative Analyse zeigte eine mittlere RDR- Fläche von 53,73 mm² (95%-Konfidenzintervall (95% CI) [40,71 bis 66,75]) bei Erstuntersuchung und eine mittlere Wachstumsrate von 4,44 mm²/Jahr (95% Cl [1,94 bis 6,93]). Mittels SD-OCT Bildgebung waren jeweils bei 13 Augen eine Zunahme, bei 15 Augen eine Abnahme und bei 16 Augen keine wesentliche Veränderung des vorher beschriebenen typischen wellenförmigen Musters in äußeren Netzhautschichten zu erkennen. Bei 11 Augen waren sowohl ein Wachstum als auch eine Verminderung des Musters im gleichen SD-OCT B-Scan zu sehen.

Schlußfolgerungen: Die FAF-Bildgebung erlaubt sowohl eine qualitative als auch quantitative longitudinale Analyse der zunehmenden Ausdehnung der von RDR-betroffenen Netzhautfläche. Mittels SD-OCT Bildgebung lassen sich ebenfalls dynamische Veränderungen beobachten. Für die weitere Analyse ist eine noch präzisere Alignierung von verschiedenen Bildmodalitäten und Untersuchungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erforderlich, um auch diskrete Veränderungen über die Zeit beurteilen zu können.