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23. Jahrestagung der Deutschen Retinologischen Gesellschaft

Deutsche Gesellschaft für Retinologie

24.09. - 25.09.2010, Freiburg

Autofluoreszenz-Befunde beim Multiple Evanscent White Dot Syndrom

Kongressabstract

  • Christoph Zollfrank - Universitäts-Augenklinik Regensburg
  • P. Prahs - Universitäts-Augenklinik Regensburg
  • M.A. Gamulescu - Universitäts-Augenklinik Regensburg
  • H. Helbig - Universitäts-Augenklinik Regensburg

Retinologische Gesellschaft. 23. Jahrestagung der Retinologischen Gesellschaft. Freiburg i. Br., 24.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10rg45

DOI: 10.3205/10rg45, URN: urn:nbn:de:0183-10rg453

Dieses ist die Originalversion des Artikels.
Die übersetzte Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/meetings/rg2010/10rg45.shtml

Veröffentlicht: 21. September 2010

© 2010 Zollfrank et al.
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Gliederung

Text

Das Multiple Evanescent White Dot Syndrom (MEWDS) gehört zur Gruppe der chorioretinalen „White Dot Syndrome“ mit sich teilweise überschneidender klinischer Symptomatik. Hier soll der Verlauf der Erkrankung in der Darstellung mittels Autofluoreszenz gezeigt werden.

Methoden/Ergebnis: Ein 20jähriger gesunder Patient stellte sich mit einem seit 2 Wochen bestehenden dauerhaftem Flimmern am linken Auge vor. Es wurde eine korrigierte Sehschärfe von rechts 1,0 und links 0,6 erhoben. Fundoskopisch wurden am linken Auge dezente unscharf begrenzte helle Flecken am hinteren Pol und in der engeren Peripherie gesehen. In der Autofluoreszenz zeigten sich entsprechend lokalisierte Bereiche verstärkter Autofluoreszenz. Perimetrisch zeigten sich keine Skotome, elektrophysiologisch lediglich eine grenzwertige Verlängerung der Latenzzeit. Nach Ausschluss systemischer Ursachen wurde die Diagnose eines MEWDS gestellt. Im Spontanverlauf zeigte sich eine Regrendienz der Symptomatik mit Visusanstieg auf 1,0 innerhalb von 2 Monaten. In der Autofluoreszenz waren die hyper-autofluoreszenten Bereiche nicht mehr nachweisbar.

Schlussfolgerung: Die Autofluoreszenz ist eine sehr sensitive, schnelle und für den Patienten nicht-invasive Methode, um die Veränderungen im Rahmen des MEWDS nachzuweisen.