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92. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte

26. - 27.09.2008, Neckarsulm

Krankheitsspezifische und allgemeine Lebensqualität nach Parotidektomie bei benignen Erkrankungen

Vortrag

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Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. 92. Jahrestagung der Vereinigung Südwestdeutscher Hals-Nasen-Ohrenärzte. Neckarsulm, 26.-27.09.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnosw02

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnosw2008/08hnosw02.shtml

Veröffentlicht: 19. September 2008

© 2008 Baumann et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Bisher existieren nur wenige Erkenntnisse zum Einfluss einer Parotidektomie bei benignen Erkrankungen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität. Insbesondere krankheitsspezifische Bewertungen und Untersuchungen zur psychischen Beeinträchtigung durch die Operation fehlen in der Literatur.

Patienten und Methoden: In die Studie wurden alle Patienten eingeschlossen, die zwischen 2003 und 2006 eine Parotidektomie bei benignen Erkrankungen erhielten. Als Lebensqualitäts-Messinstrumente wurden der Parotidectomy Outcome Inventory 7 (POI-7), der Short Form 36 Health Survey (SF-36) und die Hospital Anxiety and Depression Scale in der deutschen Version (HADS-D) eingesetzt.

Ergebnisse: Von 199 angeschriebenen Patienten, die die Einschlusskriterien erfüllten, antworteten 70 Patienten (Antwortrate 35%). 61% der Patienten gaben an, durch die Folgen der Operation beeinträchtigt zu sein. Insbesondere die psychischen Bewertungsskalen des SF-36 zeigten Nachteile der parotidektomierten Patienten an. Der Anteil von Patienten mit grenzwertigen und auffälligen Werten im HADS-D betrug für Ängste n=19 (27%), während nur bei 6 Patienten (8%) Zeichen für Depressivität zu erkennen waren.

Schlussfolgerungen: Die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Patienten nach Parotidektomie aufgrund benigner Erkrankungen ist insbesondere in den psychischen Dimensionen des SF-36 signifikant eingeschränkt. Die Patienten sind gefährdet für die Entwicklung von Ängsten, während die Depressivität eher gering ist.