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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Einfluss von Paclitaxel auf die Apoptose Regulation in HNSCC

Meeting Abstract

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  • corresponding author Regina Maushagen - HNO-Klinik, Lübeck, Lübeck
  • Ralph Pries - UK-SH HNO, Lübeck
  • Barbara Wollenberg - UK-SH HNO, Lübeck

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod271

doi: 10.3205/12hnod271, urn:nbn:de:0183-12hnod2719

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Maushagen et al.
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Gliederung

Text

Zielsetzung: In der Therapie maligner Kopf Hals Tumore (head and neck squamous cell carcinoma, HNSCC) werden Zytostatika eingesetzt, welche die Zellteilung hemmen und anschließend den Zelltod induzieren. Ein effizienter Wirkstoff ist Paclitaxel (Taxol®), dieser stabilisiert die Mikrotubuli und löst dadurch verschiedene Signalwege aus die letztlich den Zelltod induzieren. Jedoch sind die genaue Wirkweise wie auch die Resistenzmechanismen der Krebszelle weitestgehend unverstanden.

Methode: Um den Einfluss von Paclitaxel zu untersuchen, wurden permanente HNSCC-Zelllinien mit dem Zytostatikum inkubiert und verschiedene charakteristische Merkmale des programmierten Zelltodes (Apoptose) analysiert. Dieser kann auf verschiedenen Wegen induziert werden und so unterschiedliche Ereignisse auslösen, welche auf Proteinebene mittels FACS-Analyse, Immunfluoreszenz und Western Blot-Analyse umfassend untersucht wurden.

Ergebnisse: Die Behandlung mit Paclitaxel führt zum Verlust des Transmembranpotentials der Mitochondrien und u.a. zur Ausschüttung von Cytochrom C und Smac/Diablo (Second Mitochondria-derived Activator of Caspases/Direct IAP Binding Protein with Low PI) ins Zytosol. Durch diese Translokation werden die Effektorcaspasen prozessiert wie aktiviert und bewirken den Zelltod.

Schlussfolgerung: Das komplexe Zusammenspiel unterschiedlicher Regelkreise und Signaltransduktionskaskaden bestimmt die Effizienz der Apoptoseinduktion und somit das Therapieansprechen maligner Tumore. Daher ist die umfassende Analyse dieses Netzwerkes ein unabdingbarer Schritt hin zu innovativer Therapieoptionen.