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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Prognostische Faktoren und Larynxerhalt bei der primär chirurgischen Therapie in der Behandlung von T3 Glottiskarzinomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Konstantinos Mantsopoulos - HNO-Klinik, Kopf-und Halschirurgie, Universitätsklinikum Erlan, Erlangen
  • Georgios Psychogios - HNO-Klinik, Kopf-und Halschirurgie, Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen
  • Frank Waldfahrer - HNO-Klinik, Kopf-und Halschirurgie, Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen
  • Johannes Zenk - HNO-Klinik, Kopf-und Halschirurgie, Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen
  • Heinrich Iro - HNO-Klinik, Kopf-und Halschirurgie, Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod270

doi: 10.3205/12hnod270, urn:nbn:de:0183-12hnod2708

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Mantsopoulos et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Diese Studie zielte darauf ab, die onkologische Wirksamkeit, die funktionellen Ergebnisse und die Möglichkeit der Larynxerhaltung der primären chirurgischen Therapie bei T3 Glottiskarzinomen auszuwerten.

Methoden: Die vorliegende Studie basierte auf einer Analyse der medizinischen Akten, der Operationsberichten und der pathologisch-histologischen Gutachten von den 120 Patienten, die sich zwischen 1980 und 2005 wegen eines T3 Glottiskarzinoms einer primären chirurgischen Behandlung unterzogen haben. Das krankheitsspezifische Überleben und die lokale Rezidivfreiheit wurden in Abhängigkeit von dem Vorhandensein einer Stimmlippenfixation, dem N-Status, der chirurgischen Modalität und der adjuvanten Therapie berechnet. Die Rate des Larynxerhalts wurde für die Fälle mit partieller Laryngektomie berechnet.

Ergebnisse: Alle Patienten wurden transoral (Laser, n=23) oder transzervikal (Kehlkopfteilresektion-n=43, komplette Laryngektomie-n=54) operiert. Das krankheitsspezifische 5-Jahres-Überleben und die lokale Rezidivfreiheit betrugen 78.3% bzw. 88.7%. Patienten mit N0 Status zeigten im Vergleich zu den N+ Patienten ein signifikant besseres krankheitsspezifisches 5-Jahres-Überleben (84.7% bzw. 55.8%, p=0.005). Es konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den verschiedenen operativen Modalitäten bezüglich den onkologischen Parametern unserer Studie gezeigt werden. Der Larynx konnte in 50% der Fälle erhalten werden.

Schlussfolgerung: Die primäre chirurgische Behandlung scheint eine sehr wirkungsvolle therapeutische Modalität bei T3 Glottiskarzinomen zu sein, mit befriedigenden onkologischen Ergebnissen und guter Organerhaltungsrate.