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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Das primäre Plattenepithelkarzinom der Schilddrüse

Meeting Abstract

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  • corresponding author Helge Kleinhans - HNO-Abt. Asklepios Klinikum HH-Harburg, Hamburg, D
  • Thomas Verse - HNO-Abt. Asklepios Klinikum Hamburg/Harburg, Hamburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod161

doi: 10.3205/12hnod161, urn:nbn:de:0183-12hnod1610

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Kleinhans et al.
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Gliederung

Text

Das primäre plattenepitheliale Karzinom der Schilddrüse ist eine Rarität. Differenzialdiagnostisch muss bei diesen Tumorentitäten immer eine metastatische Infiltration der Schilddrüse durch einen extrathyreoidalen Primarius ausgeschlossen werden.

Die Inzidenz von Metastasen in der Schilddrüse liegt in Autopsiestudien mit knapp 25% höher als die primärer PEC der Schilddrüse (<1% aller Schilddrüsenmalignome). Wir berichten von einem 55-jährigen Patienten, bei dem aufgrund eines 3,8 cm großen, in der Szintigrafie kalten Knotens, im Oktober 2011 eine Hemithyreoidektomie durchgeführt wurde. Die intraoperative Schnellschnittdiagnostik zeigte ein nicht-kleinzelliges, undifferenziertes Karzinom. Es erfolgte die totale Thyreoidektomie sowie eine funktionell- selektive Neck Dissection der Level 2-4 beiderseits und des zentralen Kompartiments inklusive des oberen Mediastinums.

Die endgültige histopathologische Aufarbeitung des Präparates ergab ein undifferenziertes, primäres Plattenepithelkarzinom der Schilddrüse im Stadium pT2 pN0 (0/56) L0 V0 R0

Das Stageing ergab keinen Hinweis auf einen Primarius außerhalb der Schilddrüse.

Die weitere Behandlung des Patienten erfolgte daher nicht im Sinne eines zervikalen CUP-Syndroms, sondern als engmaschige Tumornachsorge ohne eine adjuvante Therapie.

Basierend auf den strengen WHO-Kriterien für das reine Plattenepithelkarzinom wurde die englischsprachige Literatur von 1970 bis 2011 auf Fallberichte des primären Plattenepizhelkarzinoms der Schilddrüse evaluiert.

Aufgrund der R0-Situation, der Tumorgröße und dem negativen Nodalstatus entschieden wir uns mit dem Patienten für eine engmaschige Tumornachsorge ohne Radio-Chemotherapie.