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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Unterschiede in der immunologischen Wirkung der SIT bei allergischer Rhinitis

Meeting Abstract

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  • corresponding author Guido Mühlmeier - Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Ulm
  • Heinz Maier - Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Ulm

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod063

doi: 10.3205/12hnod063, urn:nbn:de:0183-12hnod0630

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Mühlmeier et al.
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Gliederung

Text

Nach aktuellem Kenntnisstand bewirkt die spezifische Immuntherapie hauptsächlich eine Regulation des Immunsystems neben dem meist kleineren Effekt des Shifts von der TH2- zur Th1-Reaktion. Aus zahlreichen Daten klinischer Studien ist bekannt, dass die SIT gegen Pollen und Hausstaubmilben mit Erfolgsraten zwischen 65 und 85% belegt ist. Bislang ist jedoch nur unzureichend belegt, warum einzelnen Patienten der Erfolg verwehrt bleibt.

Zur Beobachtung des Verlaufes unter SIT gegen Pollen und Milben wurden insgesamt 136 Patienten mit symptomatischer allergischer Rhinitis oder Rhinoconjunctivitis eingeschlossen. Die SIT gegen Pollen bei 108 Patienten erfolgte präsaisonal, gegen Milben bei 38 Patienten perennial. 10 Patienten erhielten parallel beide Komponenten. Vor, während und nach der SIT wurde der Symptom-Medikations-Score (SMS) mit dem Verlauf der Antikörpermengen von IgE und IgG4 verglichen.

Unter der SIT fanden wir bei unseren Patienten sehr unterschiedliche Verläufe der IgE- und IgG4-Spiegel. Während ca. 10% mit einem alleinigen Abfall des IgE reagierten, fanden sich 23 bzw. 28% mit/ohne Abfall von IgE unter Nachweis einer relevanten IgG4-Bildung. 18% zeigten neben der IgG4-Synthese einen Anstieg des IgE. Lediglich in 19% konnten wir keine IgG4-Antwort bei unverändertem oder steigendem IgE nachweisen. In 93% aller Fälle ließen sich serologischen Ergebnisse mit der Veränderung im SMS positiv korrelieren.

Die Verlaufsbeobachtung der Spiegel von IgE und IgG4 im Serum ermöglicht bei hoher Korrelation zur Symptomatik eine frühe Detektion von Non-Respondern auf die SIT. Bleibt bei Beschwerdepersistenz oder -progredienz die Immunreaktion aus, sollte die laufende SIT hinsichtlich der Verarbeitungsform des Allergens (nativ oder Allergoid), der Applikationsform oder des Zusatzes eines unspezifischen Immunstimulans frühzeitig verändert werden.

Der Erstautor weist auf folgenden Interessenkonflikt hin: Der Erstautor hat von Fa. Phadia Vortragshonorare erhalten.