gms | German Medical Science

83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Bericht über eine wissenschaftliche Evaluation der KV-Bayern „Versorgungsvertrag Tonsillotomie“

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Hans Scherer - Dir. aD, HNO Klinik der Charité, Berlin, Berlin, Deutschland
  • Helmut Orawa - Statistiker / Praxis, Berlin
  • Vera Gács - KV-Bayern, München

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod032

doi: 10.3205/12hnod032, urn:nbn:de:0183-12hnod0320

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Scherer et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielf&aauml;ltigt, verbreitet und &oauml;ffentlich zug&aauml;nglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Die kassenärztliche Vereinigung Bayern hat zusammen mit mehreren Krankenkassen in der Zeit vom 1.7.2009 bis zum 31.12.2010 eine Evaluation der Tonsillotomie durchgeführt. Ziel dieser Evaluation war die Feststellung der ambulanten Durchführbarkeit der Tonsillotomie und ihre Effektivität, Symptome einer Tonsillenhyperplasie im Kleinkindesalter zu beseitigen. Für die Versicherten Bayerns und letztendlich auch für die Versicherten Deutschlands soll die Tonsillotomie als hochwertige Behandlungsmethode mittels eines Vertrags nach $ 73c SGB V etabliert werden, deren Kosten von den Krankenkassen übernommen wird.

Methode: In einer nach strengen Vorgaben bezüglich Alter der Kinder und benützten Geräten für die Operation durchgeführten Studie mussten behandelnde Ärzte und Sorgeberechtigte Erfassungsbögen ausfüllen. Vorgegeben waren drei Nachuntersuchungen und eine sorgfältige Dokumentation von Symptomen und Beschwerden.

Insgesamt wurden 216 Operationen erfasst. Die erhobenen Daten wurden statistisch ausgewertet. Vom Erstautor wurde die Planung der Evaluation wissenschaftlich begleitet und er führte abschliessend eine wissenschaftliche Bewertung durch.

Dabei hat sich gezeigt, dass die Tonsillotomie eine ambulant durchführbare, hocheffiziente Operation ist, die bei richtiger Durchführung äußerst nebenwirkungsfrei verläuft. Bei den 216 operierten kindern ist keine behandlungsbedürftige Nachblutung aufgetreten. Es hat sich ein statistisch signifikanter Zusammenhang gezeigt zwischen der Intensität der für die Operation verwendeten Geräte (Laser, Hochfrequenz)und den postoperativen Schmerzen.

In dem Vortrag soll die Evaluation vorgestellt werden, wobei besonderen Wert gelegt werden wird auf den Zusammenhang zwischen Schmerzen und Op-Technik. Da es auch bei Tonsillektomien zu Todesfällen gekommen ist, werden die Grundzüge der OP-Technik und die Gefahren besonders herausgestellt.

Unterstützt durch: KV-Bayern