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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Der Stellenwert der Sialendoskopie in der Therapie der Sialolithiasis

Meeting Abstract

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  • corresponding author Nils Klintworth - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Johannes Zenk - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Michael Koch - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen
  • Heinrich Iro - Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod700

DOI: 10.3205/11hnod700, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod7003

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Klintworth et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In der Therapie der Sialolithiasis der Gl. parotis und Gl. submandibularis gewinnen die minimal-invasiven Techniken zunehmend an Bedeutung. Die Sialendoskopie kann hier nicht nur diagnostisch eingesetzt werden, sondern auch als therapeutisches Verfahren dienen, unter Zuhilfenahme von Fangkörbchen und Mikrobohrern.

Methoden: Retrospektive Erhebung bei Patienten mit einer Sialolithiasis der Gl. parotis und Gl. submandibularis im Zeitraum von 2002 bis 2008.

Ergebnisse: Eine Therapie einer Sialolithiasis der Gl. parotis erfolgte bei 206 Patienten, davon bei 98 Patienten (48%) durch endoskopische und bei 108 Patienten (52%) durch nicht-endoskopische Methoden (v.a ESWL, selten Parotidektomie). Bei der Sialolithiasis der Gl. submandibularis erfolgte lediglich bei 55 von insgesamt 736 Patienten (7,5%) eine endoskopische Therapie, dahingegen bei 681 Patienten (92,5%) eine minimal-invasive oder operative Therapie (v.a. Speichelgangsschlitzung, selten Submandibulektomie) ohne Einsatz der Endoskopie. Im Follow-Up zeigten sich bei der Sialolithiasis der Gl. parotis 93% der endoskopisch und 79% der nicht-endoskopisch therapierten Patienten beschwerdefrei, bei der Sialolithiasis der Gl. submandibularis 93% der endoskopisch und 90% der nicht-endoskopisch therapierten Patienten.

Schlussfolgerungen: Die Sialendoskopie ist ein wichtiges diagnostisches Verfahren für die chronische (obstruktive) Sialadenitis. Darüber hinaus kann sie bei der Sialolithiasis in geeigneten Fällen, d.h. in Abhängigkeit von der Anzahl, der Größe und der Lokalisation der Konkremente, zur alleinigen Therapie effektiv eingesetzt werden oder andere therapeutische Verfahren (z.B. Speichelgangsschlitzung, transkutane Steinentfernung) sinnvoll ergänzen.