gms | German Medical Science

82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Möglichkeiten und Grenzen der Sialendoskopie in Lokalanästhesie (LA)

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Maria Grosheva - HNO Uniklinik Köln, Köln
  • Jan-Christoffer Lüers - HNO Uniklinik Köln, Köln
  • Dirk Beutner - HNO Uniklinik Köln, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod695

DOI: 10.3205/11hnod695, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6952

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Grosheva et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Die Sialendoskopie (SE) ist eine innovative Technik zur Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Speicheldrüsengangs. Während die Technik der SE klar beschrieben wurde, besteht Uneinigkeit über die bevorzugte Narkoseform. Ziel der Studie war es, die Möglichkeiten, Grenzen sowie die Tolerabilität der SE in LA zu untersuchen.

Wir analysierten 125 SE der Gl. parotis und submandibularis bei Erwachsenen. In die Auswertung wurden nur LA-Eingriffe eingeschlossen. Analysiert wurden perioperative Vitalparameter sowie die Art- und Eingriffdauer. Postoperativ wurde eine Patientenbefragung hinsichtlich der Tolerabilität der SE durchgeführt. Weitere Faktoren, die uns zur Allgemeinnarkose (ITN) veranlassten´, urden evaluiert.

Bei 84 von 110 Patienten, die in LA sialoendoskopiert wurden, lagen vollständige Daten vor. Perioperativ lagen der mittlere systolische und der mittlere diastolische Blutdruck bei 137 bzw. bei 80mmHg ohne signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern, diagnostischer und interventioneller Eingriffart oder zwischen Gl. submandibularis und parotis. Die Höhe der maximalen systolischen (r= .35; p=.001) und diastolischen Blutdruckwerte (r= .37; p=.001) korrelierten signifikant mit der OP-Dauer. Die Patienten bewerteten den Eingriff als “angenehm” (31%) oder „gut tolerierbar“ (49%), gegenüber „tolerierbar“ (6%), unangenehm (3%) und „sehr unangenehm“ (11%). Insgesamt gaben 95% der Patienten an, im Falle eines erneuten Eingriffs wieder eine LA zu bevorzugen. Gründe für ITN waren kombinierte endoskopisch-externe Zugänge bei der Gl. parotis und das Ablehnen einer LA durch den Patienten.

Die SE ist in LA gut durchführbar und gut tolerabel. Allgemeine Limitationen wie Alter, Compliance sowie Patientenablehnung müssen geachtet werden. Auch bei kombinierten endoskopisch-externen Zugängen empfehlen wir eine ITN.