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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Lebensqualität bei Patienten nach funktioneller Septorhinoplastik (FSRP)

Meeting Abstract

  • corresponding author Annette P. Zimmermann - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf-, Marburg
  • N. Kreilos - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf-, Marburg
  • A. Teymoortash - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf-, Marburg
  • S. Wiegand - Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf-, Marburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod681

DOI: 10.3205/11hnod681, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6812

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Zimmermann et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei der FSRP erfolgt neben der inneren auch eine Korrektur der äußeren Nase. Da sich das Erscheinungsbild der Patienten verändert, stellt sich die Frage, inwieweit sich dies auf die postoperative Lebensqualität (LQ) der Patienten auswirkt.

Methoden: Es erfolgte eine retrospektive Analyse aller Patienten, welche im Zeitraum zwischen 2006 und 2009 mit einer FSRP behandelt wurden, mittels Fragebögen anhand des Glasgow Benefit Inventory (GBI) zur postoperativen LQ sowie acht weiteren Fragen zum ästhetischen Ergebnis der Operation.

Ergebnisse: Es wurden insgesamt 208 Patienten (109 m, 99 w) mit Nasenatmungsbehinderung aufgrund einer Formveränderung der inneren und äußeren Nase mit einer FSRP behandelt. 33 Patienten waren unbekannt verzogen und von den übrigen 175 antworteten 75, deren Fragebögen ausgewertet werden konnten. Das mittlere Alter der Patienten betrug 30 Jahre (17–72 Jahre). Postoperativ zeigte sich bei 82% eine Besserung des Gesamtscore, bei 50% eine deutliche Besserung und bei 32% keine Veränderung der symptombezogenen LQ. 87% gaben eine deutliche Zufriedenheit mit der äußeren Form und dadurch eine Steigerung des Selbstwertgefühles bzw. des Selbstvertrauens an, 13% keine Veränderung, eine Verschlechterung wurde nicht festgestellt. Insgesamt zeigte sich eine Besserung der LQ der Patienten im Hinblick auf Funktionalität und Ästhetik.

Schlussfolgerung: Bei Beschwerden der Nasenatmung aufgrund einer Formveränderung der inneren und äußeren Nase gibt es hinreichend Argumente dafür, die Indikation zur FSRP frühzeitig zu stellen. In der Analyse der postoperativen LQ wurde eine deutliche Verbesserung der Symptome und des Selbstwertgefühles der Patienten festgestellt.