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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Versorgung einer Frontobasisfraktur mittels eines transorbitalen endoskopischen Zugangs – Eine Falldarstellung

Meeting Abstract

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  • corresponding author Michael Huber - HNO-Universitätsklinikum, Regensburg
  • Holger Gassner - HNO-Universitätsklinikum, Regensburg
  • Thomas Kühnel - HNO-Universitätsklinikum, Regensburg
  • Jürgen Strutz - HNO-Universitätsklinikum, Regensburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod601

DOI: 10.3205/11hnod601, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6012

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Huber et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Deckung ausgedehnter Frontobasisfrakturen mit Verdacht auf Duradefekt erfolgt klassischerweise über paranasale oder neurochirurgische Zugänge. Die endonasalen Techniken gewähren eine gute Übersicht über die zentrale Rhinobasis. Neurochirurgische Zugänge sind mit einer Kraniotomie und entsprechender Morbidität behaftet. Der transorbitale endoskopische Zugang wurde kürzlich von Moe als Alternative zu den genannten Zugängen beschrieben.

Methodik: Wir beschreiben die Operationsmethode anhand eines Fallberichts eines 22 jährigen männlichen Patienten mit einer Trümmerfraktur des Orbitadachs rechts mit Duradefekt der Rhinobasis rechts. Über eine präkarunkuläre Inzision mit transorbitaler Kraniotomie wurde der Schädelbasisdefekt extradural mittels Fascia-Lata-Transplantaten gedeckt.

Ergebnisse: Die Schädelbasisfraktur liess sich über die Kombination einer supratarsalen und einer präkarunkulären Inzision darstellen und versorgen. Postoperativ war keine intensivmedizinische Überwachung notwendig, der Patient war bereits einige Stunden postoperativ eigenständig mobil. Ausser einer im Rahmen des Unfalls entstandenen Wunde der lateralen Augenbraue rechts waren keine Narben postoperativ sichtbar. Postoperative zeigten sich in der Nachbeobachtungszeit subjektiv unauffällige Motilität und Visus sowie gelegentliche und nicht therapiebedürftige Cephalgien.

Schlussfolgerungen: Bei sorgfältiger Patientenselektion kann der transorbitale Zugang neben dem endonasalen Vorgehen eine Alternative zu bifrontalen Kraniotomie darstellen. Die Option, intraoperativ auf den neurochirurgischen Zugang zurückzugreifen, sollte gewährleistet sein.