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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Komplexe Nasenrekonstruktion nach ausgedehnten Verbrennungen des Gesichtes im Neugeborenenalter

Meeting Abstract

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  • corresponding author Viktor Jurk - Plastische und Handchirurgie, Uniklinik Freiburg, Freiburg
  • Holger Bannasch - Plastische und Handchirurgie, Uniklinik Freiburg, Freiburg
  • G. Björn Stark - Plastische und Handchirurgie, Uniklinik Freiburg, Freiburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod548

DOI: 10.3205/11hnod548, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod5480

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Jurk et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Verbrennungen 3° am Gesicht und der Nase führen zu ausgedehnten Weichteildefekten, die in der Folge extrem vernarben. Diese Narben sind nicht nur auffällig und entstellend, sondern schränken auch die Nasenfunktion deutlich ein. Die Rekonstruktion der kompletten Nase ist im vernarbten Gesicht technisch anspruchsvoll und sehr schwierig. Um die Funktion und die Ästhetik wiederherzustellen, müssen das Innerlining, das Nasengerüst und die Haut vollständig rekonstruiert werden.

Methode: Anhand eines klinischen Fallbeispieles wird die komplexe Rekonstruktion der kompletten Nase, wie sie von Jaque Joseph beschrieben und von Burget und Menick verfeinert wurden, dargestellt. Dabei handelt es sich um einen 36-jährigen Mann, dessen Nase im Neugeborenenalter durch eine ausgedehnte Verbrühung zerstört wurde. Hierbei wird auf die Feinheiten einzelner Rekonstruktionsschritte und das Ausmaß der Rekonstruktion eingegangen. Zur Wiederherstellung der Funktion der Nase wurde das Innerlining mit einem Radialislappen, der schmetterlingsförmig gefaltet wurde, wiederhergestellt. Das Nasengerüst wurde mit autologem Rippenknorpel sowie „diced cartilage“ aufgebaut. Die Rekonstruktion der äußeren Haut erfolgte mit dem paramedianen Stirnlappen.

Ergebnisse: Die mehrzeitige funktionelle und ästhetische Rekonstruktion der kompletten Nase nach Verbrennungen ist unter Beachtung der grundlegenden Aufbauschritte (Burget und Menick) eine sehr effektive Methode, mit der die Ästhetik und die Funktion der Nase wieder aufgebaut werden kann. Dabei kann durch den Einsatz von autologem Material (freier Radialislappentransfer und Rippenknorpel) das Innerlining und das Nasengerüst wiederhergestellt und mit dem paramedianen Stirnlappen die Haut mit ihrer natürlichen Textur und Farbe rekonstruiert werden.