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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Dreidimensionales Oberflächenscanning der Nase im Rahmen der Septorhinoplastik

Meeting Abstract

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  • corresponding author Johannes Brus - Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Universität Leipzig, Leipzig
  • Christian Dressler - Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS), Universität Leipzig, Leipzig
  • Max Rockstroh - Innovation Center Computer Assisted Surgery (ICCAS), Universität Leipzig, Leipzig
  • Andreas Dietz - Kinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Universitätsklinikum Leipzig, Leipzig

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod538

DOI: 10.3205/11hnod538, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod5385

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Brus et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Dokumentation vor Septorhinoplastik erfolgt bisher mittels standardisierter Fotografie (einheitliche Hintergrund- und Lichtverhältnisse; Aufnahme von frontal, seitlich, unten und oben). Trotz hoher Dokumentationsqualität ist eine Reduktion der Betrachtung auf eine reine Oberflächenform wünschenswert, da die Operation vor allem auf diesen Aspekt abzielt.

Material und Methoden: Es wurde ein Patternscannner der Firma Vialux verwendet. Hierbei projiziert man mit dem mobilen Gerät ein bestimmtes Streifenmuster auf das Gesicht. Die resultierende Streifendeformation wird fotografiert und lässt eine Berechnung der Tiefeninformation zu. In dieser Studie wurde im OP eine 3D-Vermessung der Nase prä- sowie unmittelbar postoperativ aus mehreren Positionen ohne spezielle Lagerung durchgeführt. Im Anschluss wurde mit der Software PolyWorks ein 3D-Objekt erstellt. Dazu wurden die Abbildungen mit anatomischen Landmarken versehen und grob ausgerichtet. Ein ICP-Algorithmus (Iterative Closest Point) ermittelte die Positionen mit dem geringsten Abstand. Durch Wiederholung der Schritte gelang eine lückenlose 3D-Darstellung.

Ergebnisse: An 6 Patienten wurde prä- sowie postoperativ durch jeweils 2–4 Aufnahmen der Oberflächenscan im OP durchgeführt. Durch statische und animierte Darstellung konnten Oberflächenveränderungen vor und nach der OP dokumentiert werden.

Diskussion: Die einfarbigen 3D-Bilder verbessern die Wahrnehmung der Nasenform, da es keine Irritationen durch Schattenwurf, Hautirritationen etc. gibt. Der mobile Scanner kann sowohl zur Planung und zur Analyse der Patientenwünsche (Morphing) eingesetzt werden, als auch in jedem OP. Dort kann vor dem postoperativen Anschwellen der Nase eine genaue Aussage über das Operationsresultat getroffen werden.