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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Eine Studie über Hirnmetastasen bei Patienten nach primärer Radiochemotherapie von fortgeschrittenen inoperablen HNSCCs

Meeting Abstract

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  • corresponding author Olcay Cem Bulut - Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg
  • Christian Simon - Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg
  • Peter Plinkert - Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg
  • Katja Lindel - Universitätsklinik Heidelberg, Heidelberg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod172

DOI: 10.3205/11hnod172, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1727

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Bulut et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Diagnose von Fernmetastasen bei Kopf-und Halsmalignomen verschlechtert die Prognose des Patienten dramatisch und limitiert zugleich die Therapieoptionen. Die Lokalisation der Fernmetastasen nimmt dabei Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung, wobei insbesondere die seltenen Hirnmetastasen aufgrund der klinischen Folgen gefürchtet sind. Daten zum Verlauf bei Hirnmetastasen bei HNSCC Patienten existieren allerdings bisher keine. Wir haben deshalb in einem Kollektiv von 193 HNSCC Patienten nach Radiochemotherapie die Inzidenz und anschließenden Verlauf von Patienten mit Hirnmetastasen untersucht.

Methoden: 193 Patienten mit histologisch gesichertem, inoperablen Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsgebiet wurden zwischen 1992 und 2008 am Universitätsklinikum Heidelberg mit einer primär kurativen Radiochemotherapie behandelt. 11% der Patienten befanden sich im UICC Stadium III, 89% im UICC Stadium IV.

Ergebnisse: 11 von 193 (5,7%) primär radiochemotherapierten Patienten entwickelten im Verlauf eine oder mehrere Hirnmetastasen. 3 von diesen Patienten wurden durch neurologische Symptome auffällig. 5 von 11 Patienten hatten zusätzliche Fernmetastasen pulmonal, hepatisch oder ossär. Nach Diagnose der Hirnmetastasen lag das durchschnittliche Überleben bei 9,8 Monaten.

Schlussfolgerungen: Hirnmetastasen bei Kopf-und-Halsmalignomen sind selten und mit schlechter Prognose verbunden. Ein Staging zum Ausschluss weiterer Fernmetastasen ist erforderlich. Als limitierte Therapieoptionen stehen die mögliche Resektion der zerebralen Metastase, eine Radiatio, eine palliative Chemotherapie oder eine Kombinationstherapie zur Verfügung. Die Therapieentscheidung sollte sich nach dem Allgemeinzustand des Patienten richten und interdisziplinär getroffen werden.