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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Ernährungstherapie vor Bestrahlung – ein Pilotprojekt für Risikopatienten

Meeting Abstract

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  • corresponding author Jens Buentzel - HNO-Klinik Nordhausen, Nordhausen
  • Heike Buentzel - Palliativstation, Nordhausen
  • Ralph Boehme - Strahlentherapie, Nordhausen
  • Wolfgang Oehler - Strahlentherapie, Nordhausen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod171

DOI: 10.3205/11hnod171, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1715

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Buentzel et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Welchen Einfluss hat eine konditionierende Ernährungstherapie auf den Verlauf einer Bestrahlung (RT) bei Karzinomen im Kopf-Hals-Bereich?

Methoden: Im Rahmen einer matched-pair-Analyse wurde der Einfluss einer intravenösen Gabe von 1.000 kcal/d über 14 Tage vor Beginn der RT auf deren weiteren Verlauf geprüft (Anzahl der Unterbrechungen, Gesamtdauer). Es wurden 20 Patienten (10 adjuvant, 10 primär) derart behandelt. Zu einer Kontrollgruppe (äquivalentes Alter, Lokalisation, Tumorstadium, Art der RT) wurde verglichen. Als Risikopatient wurde ein Phasenwinkel <4,0 bzw <5,0 (Lebensalter >60a bzw. <60a) definiert. Die normale Nahrungsaufnahme wurde in beiden Gruppen durch fortgeführte logopädische Betreuung trainiert.

Ergebnisse: Strahlentherapieunterbrechungen beobachteten wir bei 0 Patienten der konditionierten Gruppe versus 3 Patienten der Kontrollgruppe (p<0,05). Die mittlere Gesamtdauer der RT beträgt in der Konditionierungsgruppe 51 Tage gegenüber 55 Tagen in der Kontrollgruppe (p=0,10). Als Nebeneffekt beobachteten wir eine Senkung der °3/4 Toxizitäten nach RTOG von drei Patienten der konditionierten Gruppe versus acht Patienten der Kontrollgruppe (p<0,05).

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse unserer Pilotuntersuchung deuten auf einen positiven Effekt einer frühzeitigen Ernährungstherapie hin, wobei diese gezielt als Ergänzung zur oralen Nahrungsaufnahme durchgeführt werden sollte.