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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Die Sonoelastographie bei der Dignitätsbeurteilung cervikaler Lymphknoten im Rahmen der Tumornachsorge

Meeting Abstract

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  • corresponding author Walter Enrique Rojas - Uni-HNO-Klinik, Aachen
  • Teut-Kristofer Rust - Uni-HNO-Klinik, Aachen
  • Jean Alhomsi - Uni-HNO-Klinik, Aachen
  • Martin Westhofen - Uni-HNO-Klinik, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod136

DOI: 10.3205/11hnod136, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1366

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Rojas et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Elastographie stellt ein neues Verfahren in der sonographischen Diagnostik dar. Durch die Darstellung von Elastizitätsunterschieden zwischen Knoten und umgebendem Gewebe, können Rückschlüsse auf deren Dignität gezogen werden. Ergebnisse der Elastographie an cervikalen Lymphknoten im Verlauf der Tumornachsorge bei präoperativem N+-Status werden vorgestellt.

Methoden: Es wurden n=30 Patienten im Rahmen der Tumornachsorge untersucht. Alle Patienten hatte sich im Rahmen der Tumorsanierung einer bds. Neck Dissection bei N+-Status unterzogen. Sonographisch darstellbare Lymphknoten wurden elastographiert, und bei nach elastographischen Kriterien (Elastogramm) nachgewiesenem Malignitätsverdacht anschließend exstirpiert und mit dem histopathologischem Befund korreliert.

Ergebnisse: Bei n=15 Patienten zeigten sich im konventionellen Ultraschall nachweisbare HLK-Vergrößerungen. Dabei handelte es sich insgesamt um n=23 Lymphknoten. Bei der Elastographie zeigten n=12 ein auswertbares Elastogramm. N=9 Lymphknoten zeigten ein überwiegend rot/grünes und damit gutartiges, n=3 eine überwiegend blau/grünes und damit malignitätsverdächtiges Elastogramm. Im Rahmen der anschließenden Exstirpation konnte bei n=1 Knoten der Malignitätsverdacht bestätigt werden. Ein quantifizierbarer Koeffizient (Strain Ratio) konnte nicht ermittelt werden.

Schlussfolgerung: Die Sono-Elastographie stellt ein neuartiges Verfahren für die Bildgebung im Kopf-Hals-Bereich dar. Aufgrund der oftmals fehlenden Elastizitätsunterschiede bei voroperierten und z.T. nachbestrahlten Hälsen im Verlauf der Tumornachsorge, ist die Darstellung eines auswertbaren Elastogramms schwierig. Bei der bislang vorliegenden geringen Fallzahl kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine valide Aussage über die Wertigkeit der Elastographie für die Tumornachsorge gestellt werden.