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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Elektromagnetische Navigation der lateralen Schädelbasis

Meeting Abstract

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  • corresponding author Alexander Blödow - HNO-Klinik, Helios-Klinikum Berlin-Buch, Berlin
  • Farid Youssef - Klinik für Neurochirurgie, Helios-Klinikum Berlin-Buch, Berlin
  • Marc Boris Bloching - HNO-Klinik, Helios-Klinikum Berlin-Buch, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod091

DOI: 10.3205/11hnod091, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod0917

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Blödow et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei operativen Eingriffen im Bereich der lateralen Schädelbasis stellt die durch tumoröse oder entzündliche Prozesse veränderte Anatomie einen hohen Anspruch an das Orientierungsvermögen des Otochirurgen, welches durch eine intraoperative Navigation vereinfacht werden könnte. Während die intraoperative Navigation der vorderen Schädelbasis bereits zu den etablierten Verfahren gehört, hat sich der Einsatz von Navigationssystemen im Bereich der Laterobasis aufgrund von Ungenauigkeiten im Rahmen der Registierung und Zielerfassung noch nicht vollständig durchgesetzt.

Material und Methoden: In einer experimentellen Studie an humanen Felsenbeinen wurden basierend auf den CT-Daten drei verschiedene Registriermodalitäten (Schraubenmarkierung, Klebemarker, Hautoberflächenregistrierung) mit einem direkt an der Instrumentenspitze navigiertem elektromagnetischem FlexPointersystem getestet. Die Registriergenauigkeit wurde an 10 vorgegebenen anatomischen Landmarken überprüft.

Resultate: Die höchste Registriergenauigkeit an der lateralen Schädelbasis konnte mit der Schraubenmarkierung (0,8 mm +/- 0,2 mm) erreicht werden, Klebemarker und Oberflächenregistierung waren gleichwertig (1,11 mm +/-0,3 mm, 1,3 +/-0,2 mm).

Schlussfolgerung: Durch den Einsatz von invasiven Schraubenmarkierungen und die Verwendung von innovativen Navigationsinstrumenten wird eine Navigationsgenauigkeit bis in den Submillimeterbereich ermöglicht, die den hohen Ansprüchen chirurgischer Eingriffe an der Laterobasis nahe kommt.