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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Kann die Kombination von MTD- und metronomischer Chemotherapie bei HNSCC die Organerhaltungs- u. Nebenwirkungsrate verbessern? Bericht über 23 J. Therapieerfahrung mit einem modifizierten Kelsen-Regime

Meeting Abstract

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  • corresponding author Michael G. J. Schedler - Germanamerican-Hospital, Ramstein
  • Dimitre Christoph - Germanamerican Hospital Ramstein, Ramstein

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod057

DOI: 10.3205/11hnod057, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod0572

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Schedler et al.
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Gliederung

Text

Die metronomische CT ist eine Therapieform, die zunehmende Bedeutung, insbesondere bei fortgeschrittenen Tumoren und palliativem Intent, gewinnt. MTD-Regime (maximale tolerierte Dosis) wurden in der Vergangenheit in verschiedenen Setups geprüft. Sequentielle und konkomitante Radiochemotherapie-Protokolle wurden in den letzten 25 Jahren mit wechselndem Erfolg und teils hohen Nebenwirkungsraten in der Kopf- und Hals-Onkologie eingesetzt. Neuere Erfahrungen zeigten, dass nicht nur die Akut-, sondern gerade auch die Langzeittoxizität der derzeit favorisierten simultanen RCT-Regime Anlass zur kritischen Prüfung der Therapieempfehlungen geben! Es besteht begründete Hoffnung, dass die in fast allen Fällen problemlos tolerierte metronomische CT (metCT), in den Signalweg von Tumor- und Endothelzellen eingreift und ein für diese Anwendung „neues Therapieprinzip“ Anwendung findet. Berichtet wird über ein Therapieregime, das eine Kombination aus MTD-CT und metCT („metronomisiertes Kelsen-Regime“) darstellt, im Zeitraum von 1987 bis 1996 an der Universitätsklinik des Saarlandes praktiziert wurde und danach bis heute an unserer Praxisklinik in Ramstein. Die Nebenwirkungsrate dieser Therapie wurde in 2 Dissertationen in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Strahlentherapie überprüft. Die Grundidee dieser Therapieform ist die Überlegung, dass gerade größere, fortgeschrittene Tumore einer länger dauernden Exposition eines therapeutischen Agens bedürfen, das im Falle des Intents der Organerhaltung, möglichst redifferenzierende Eigenschaften haben sollte.

Als Auswertungsgrundlage für die vorliegende Untersuchung dienen derzeit nur die Daten der seit 1996 an unserem Zentrum mit Organerhaltungs- Intent durchgeführten Chemotherapien bei KK- und Hypopharynxkarzinomen mit im Regelfall nachfolgender normal fraktionierter Radiotherapie (68 bis 70 Gy), die von 1–2 adjuvanten identischen CT-Therapiezyklen gefolgt war.