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82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Histomorphologische Befunde der 2. und 3. Trachealspange von Tracheotomiepatienten der Intensivmedizin

Meeting Abstract

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  • corresponding author Eckart Klemm - HNO-Klinik, Dresden
  • Andreas Nowak - Klinik für Anästhesie/Intensivmedizin, Dresden
  • Gunter Haroske - Institut f. Pathologie, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod026

DOI: 10.3205/11hnod026, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod0265

Veröffentlicht: 19. April 2011

© 2011 Klemm et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In der Literatur der letzten Jahre zu Methoden der perkutanen Dilatationstracheotomien (PDT) werden Spangenbrüche bis zu 25% beschrieben [1]. Lässt sich die Disposition zu Spangenbrüchen in der Trachea bei PDT u. a. auch aus histologischen Strukturen ableiten?

Methode: Es wurden von 103 Patienten (18–90 Jahre, Median 71 Jahre) der operativen und internistischen Intensivmedizin prospektiv 2006–2009 bei notwendigen chirurgischen Tracheotomien die Mittelstücke der 2./3. Trachealspange histologisch untersucht.

Ergebnisse: Die Trachealspangen zeigten nur 26-mal (25%) eine homogene Knorpelgewebestruktur, in den übrigen Fällen eine Mischform verschiedener Gewebsqualitäten und reaktiver Veränderungen (vitaler hyaliner Knorpel zu 90% und vitale Knochenstrukturen in 26%, dystrophe Knorpelverkalkungen in 20%, Proliferationen des Knorpelgewebes in 13%, dystrophe avitale Knorpelzonen in 4%, ossäre Metaplasien des Bindegewebes in 3% und Knorpelnekrosen 2%). Entzündungsreaktionen waren in 32% feststellbar.

Diskussion und Schlussfolgerungen: Die histomorphologischen Untersuchungen lassen in 75% altersunabhängig Gewebsmischformen verschiedener Qualitäten und Veränderungen erkennen. Die Tracheotomie fand in einem Drittel der Fälle in entzündlichem Gewebe statt. Die Befunde lassen bei etwa 25% aller Patienten eine Disposition zu Spangenbrüchen bei PDT verständlich erscheinen. Diese Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit, gewebeschonend bei allen Formen der PDT vorzugehen, eingeschlossen die Auswahl stufenloser Trachealkanülen.


Literatur

1.
Byhahn CH, Lischke V, Halbig S, Scheifler G, Westphal K. Ciaglia Blue Rhino: Ein weiterentwickeltes Verfahren der perkutanen Dilatationstracheotomie. Anaesthesist. 2000;49(3):202–6. DOI: 10.1007/s001010050815 Externer Link