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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Der TRPA1-Kanal in vestibulären Typ II Haarzellen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Ingo Sparrer - HNO-Klinik, RWTH Aachen, Deutschland
  • Thien An Duong Dinh - HNO-Klinik, RWTH Aachen, Deutschland
  • Martin Westhofen - HNO-Klinik, RWTH Aachen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod438

DOI: 10.3205/10hnod438, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod4388

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Sparrer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: An vestibulären Haarzellen von Säugetieren ist der TRPA1-Kanal ein bis dato wenig bekannter Ionenkanal. In Analogie zu cochleären Haarzellen kann man annehmen, dass diesem in der mechanoelektrischen Umsetzung eine relevante Rolle zukommt. In unserer Arbeitsgruppe wurden funktionale Rollen diverser Ionenströme der vestibulären Typ II Haarzelle des Meerschweinchens untersucht. Charakterisiert wurden hierbei Kalium- sowie Calciumkanäle und deren Beeinflussbarkeit durch verschiedene Pharmaka. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht der TRPA1-Kanal als möglicher Bestandteil des Transduktionkanalkomplexes in vestibulären Typ II Haarzellen des Meerschweinchens und dessen pathophysiologische und therapeutische Bedeutung im Rahmen des endolymphatischen Hydrops bei M.Menière.

Methodik: Vestibuläre Typ II Haarzellen des Meerschweinchens wurden isoliert und untersucht. Ionenströme wurden mit der patch clamp-Technik charakterisiert. Zur Identifizierung und Quantifizierung des durch den TRPA1-Kanal fließenden Stromes wurden spezifische Pharmaka wie Senföl, Cinnarizin, Nifedipin und URB597 eingesetzt.

Ergebnisse: Der elektrophysiologische Nachweis von Strömen durch den TRPA1-Kanal an isolierten vestibulären Typ II Haarzellen des Meerschweinchens ist erbracht. Dieser wird durch Senföl und URB597 spezifisch aktiviert und durch Cinnarizin und Nifedipin blockiert.

Schlussfolgerung: Der pharmakologische Nachweis von TRPA1-Kanälen an isolierten Typ II Haarzellen des Meerschweinchens bestätigt ältere Studienergebnisse, bietet jedoch ein neues pathologisches Verständnis des M. Menière. Der supprimierende Effekt von Cinnarizin und Nifedipin ermöglicht neue Strategien hinsichtlich der medikamentösen Therapie des M. Menière.