gms | German Medical Science

81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Erfahrungen über das Handling des Soft CliP-Piston in der Steigbügelchirurgie

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • corresponding author Goesta Schimanski - Praxis, Lünen, Deutschland
  • Esther Schimanski - Praxis, Lünen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod424

DOI: 10.3205/10hnod424, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod4244

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Schimanski et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Der Soft CliP-Titanpiston ist 2007 als Weiterentwicklung der bewährten CliP aWengen Stapesprothese der Mittelohrchirurgie zur Verfügung gestellt worden (Fa. Kurz Medizintechnik, Dusslingen). Intraoperative Handhabung und Applikation des Soft-CliP wurden erstmals an einem großen Kollektiv untersucht.

Methode: Im Zeitraum von 2007–2009 (18 Monate) wurden 173 Operationen ausgewertet. Es wurden die angewendeten Instrumente zur Einbringung der Stapesprothese in das Mittelohr und das Aufschieben auf den Ambossfortsatz beurteilt. Außerdem wurde die Qualität dieser beiden Operationsschritte eingeschätzt. Diese Ergebnisse wurden mit 180 CliP àWengen verglichen, die von den Autoren eingesetzt worden sind.

Ergebnisse: Das Einbringen der Soft CliP-Pistonprothese in das Mittelohr mit Auflegen des Clips auf den Ambossfortsatz erfolgte immer mit dem Mikrosauger, unterstützt durch ein Mikrohäkchen und war in 92% der Fälle „einfach“, bzw. „erforderte etwas Übung“. Das Aufschieben wurde mit einem Mikrohäkchen durchgeführt und war in 96% erfolgreich mit der Beurteilung „leicht“, „optimal“ oder „schwer, aber machbar“. Die Ankopplung des Clips am Ambossfortsatz wurde in 96% der Fälle als optimal bezeichnet. Im Vergleich dazu war die Anwendung einer vergleichbaren Anzahl von CliP àWengen Stapesprothesen in 86% der Operationen erfolgreich.

Schlussfolgerung: Die Weiterentwicklung der CliP àWengen-Stapesprothese mit der Veränderung des Clipdesigns hin zum Soft CliP führte zu einer vereinfachten Handhabung für den Operateur und minimiert bei der Applikation das Risiko einer Ambossluxation.