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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

TORP-Ossikelrekonstruktion mit dem Omega Connector

Meeting Abstract

  • corresponding author Robert Mlynski - Univ. HNO-Klinik Würzburg, Deutschland
  • Kristen Rak - Univ. HNO-Klinik Würzburg, Deutschland
  • Wilma Harnisch - Univ. HNO-Klinik Würzburg, Deutschland
  • Andreas Radeloff - Univ. HNO-Klinik Würzburg, Deutschland
  • Lars-Uwe Scholtz - Univ. HNO-Klinik Würzburg, Deutschland
  • Joachim Müller - Univ. HNO-Klinik Würzburg, Deutschland
  • Rudolf Hagen - Univ. HNO-Klinik Würzburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod378

DOI: 10.3205/10hnod378, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod3781

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Mlynski et al.
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Gliederung

Text

Die audiologischen Ergebnisse nach Rekonstruktion einer defekten Gehörknöchelchenkette sind abhängig von der zugrunde liegenden Mittelohr-Pathologie. Bei ausgedehnten Defekten der Gehörknöchelchenkette gilt die Rekonstruktion der Schallübertragung mit einer Tympanoplastik Typ III TORP, bei der eine Prothese auf die Fußplatte gestellt wird, als besonders anspruchsvoll. Wie die Auswertung an größeren Patientenkollektiven gezeigt hat, liegt zwar bei immerhin rund 50% der Patienten postoperativ eine Schallleitungskomponente von weniger als 10 dB vor, bei etwa 40% der Patienten verbleibt aber eine Schallleitungskomponente von mehr als 30 dB. Die Ursache liegt in der Anfälligkeit der TORP für eine Dislokation meist von der Fußplatte aber auch von der Paukenabdeckung.

Im Jahr 2009 erfolgte bei 571 Tympanoplastiken in 332 Fällen eine Ossikelrekonstruktion. Dabei kam bei 15 Patienten der Omega Connector® der Firma Kurz in Kombination mit einer TORP zum Einsatz. Die mittlere präoperative Schallleitungskomponente (4 Frequenz PTA) lag bei diesen Patienten bei 32 dB (SD 16) und konnte auf durchschnittlich 15 dB (SD 6) reduziert werden. Bei einem Patienten dieser Gruppe wurde wegen einer nicht ausreichenden Hörverbesserung und einer zusätzlichen Innenohrkomponente im Rahmen eines Revisionseingriffes eine Vibrant Soundbridge® implantiert.

Die bisherigen Erfahrungen mit dem Omega Connector® lassen eine verbesserte Stabilität einer TORP auf der Stapesfußplatte vermuten, was möglicherweise zu günstigeren audiologischen Ergebnissen führen könnte. Allerdings stehen Langzeitergebnisse mit dieser Form der Rekonstruktion noch aus.