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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Parossales Osteosarkom des Mastoids – ein Fallbericht aus der Universitätsmedizin Mainz

Meeting Abstract

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  • corresponding author Uta Thiel - HNO Universitätsmedizin Mainz, Deutschland
  • Otto Hey - HNO Universitätsmedizin Mainz, Deutschland
  • Wolf Jürgen Mann - HNO Universitätsmedizin Mainz, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod229

DOI: 10.3205/10hnod229, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod2293

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Thiel et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Parossale Osteosarkome sind sehr seltene maligne osteogene Tumore, die üblicherweise lange Röhrenknochen, insbesondere den distalen Femurknochen betreffen. Sie haben nach ausgedehnter lokaler Tumorexzision eine gute Prognose. Im Bereich des knöchernen Mastoides ist diese Tumorentität in der wissenschaftlichen Literatur bisher nicht beschrieben.

Fall-Päsentation: Wir berichten über ein 17-jähriges Mädchen mit einem Knochentumor im Mastoid, das sich 06/03 erstmals in der Universitätsmedizin Mainz vorstellte. Sie klagte über eine schmerzlose Schwellung hinter dem linken Ohr. Die bildgebende Diagnostik (CT und MRT) ergab einen gut abgrenzbaren, exostosenartigen, intraossär gelegenen Tumor retroauriculär links von 2 x 2 x 0,7 cm ohne Verschattung oder Destruktion der Felsenbeinzellen. Die operative Entfernung des Prozesses wurde vorgenommen, histologisch zeigte sich kompaktes fibromatöses Knochengewebe mit teils lamellärem Aufbau und Infiltration des umgebenden Weichgewebes, entsprechend einem parossalen Osteosarkom.

Die Patientin stellte sich knapp 6 Jahre nach der Primärtumorexzision erneut mit einem gut abgrenzbaren harten Tumor an gleicher Lokalisation vor. In der aktuellen CT-Untersuchung war eine knöcherne Läsion mit Spiculae im Bereich des lateralen linken Mastoids zu erkennen. Es erfolgte eine Exzision des Tumors von 3,4 x 3 x 0,7 cm Grösse. Die Histogie ergab ein Rezidiv des parossalen Osteosarkoms.

Fazit: Langzeitbeobachtungen nach operativer Entfernung eines parossalen Osteosarkoms in Form regelmässiger klinischer und radiologischer Befundkontrollen sind indiziert. Rezidive zeigen häufig eine höhere Neigung zur Entdifferenzierung und Metastasierung, was sich negativ auf die Gesamtüberlebensrate auswirkt.