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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Die Prognose bei der chirurgischen Therapie der T2 Glottiskarzinomen

Meeting Abstract

  • corresponding author Konstantinos Mantsopoulos - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland
  • Georgios Psychogios - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland
  • Frank Waldfahrer - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland
  • Heinrich Iro - HNO-Klinik, Kopf- und Halschirurgie, Erlangen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod186

DOI: 10.3205/10hnod186, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1860

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Mantsopoulos et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Glottiskarzinome stellen die häufigsten bösartigen Tumoren des Larynx dar. Zu den wichtigsten Zielen jedes tumorchirugischen Larynxeingriffs zählt neben dem onkologischen Ergebnis auch der Erhalt der Stimm- und Schluckfunktion. Diese Studie zielt darauf ab, den Erfolg der verschiedenen chirurgischen Techniken (transorale Laserresektion, vertikale Larynxteilresektion oder Laryngektomie) bei T2 glottischen Larynxkarzinomen darzustellen und miteinander zu vergleichen.

Methode: Die durchgeführte retrospektive Studie umfasste 315 Patienten (301 Männer, 12 Frauen, mittleres Alter 62,2 Jahre) mit T2 Plattenepithelkarzinomen der Glottis, die in unserer Klinik primär operativ behandelt wurden. 147 Patienten wurden mit transoraler Laserresektion behandelt, 131 mit vertikaler Kehlkopfteilresektion und 37 Patienten wurden laryngektomiert. Die verschiedenen chirurgischen Techniken wurden für das spezifische 5-Jahre-Krankheitsüberleben und die lokale Rezidivrate mittels der Kaplan-Meier-Schätzung miteinander verglichen.

Ergebnisse: Es fanden sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den verschiedenen chirurgischen Techniken hinsichtlich des spezifischen 5-Jahre- Krankheitsüberlebens und der lokalen Rezidivrate für T2 Glottiskarzinome.

Schlussfolgerung: Aus onkologischer Sicht sind demnach die transoralen, am wenigsten invasiven Verfahren der ausgedehnteren Operationen nicht unterlegen. Die Laserchirurgie scheint eine sehr wirkungsvolle Managementmodalität für T2 Glottiskarzinome zu sein.