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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Adenosin-vermittelte Immunsuppression in Patienten mit Plattenepithelkarinomen des Kopf-Hals-Bereichs

Meeting Abstract

  • corresponding author Magis Mandapathil - Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Essen, Deutschland
  • Miroslaw Szczepanski - University of Pittsburgh, Departments of Pathology, Pittsburgh, USA
  • Jonas T Johnson - Department of Otorhinolaryngology, School of Medicine, Pittsburgh, USA
  • Edwin K Jackson - University of Pittsburgh, Department of Pharmacology, Pittsburgh, USA
  • Elisier Gorelik - University of Pittsburgh, Departments of Pathology, Pittsburgh, USA
  • Stefan Lang - Universitäts-Hals-Nasen-Ohrenklinik Essen, Deutschland
  • Theresa L Whiteside - University of Pittsburgh, Department of Pathology, Pittsburgh, USA

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod184

DOI: 10.3205/10hnod184, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod1848

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Mandapathil et al.
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Gliederung

Text

Trotz Verbesserung in verschiedenen Behandlungsoptionen des HNSCC, bleibt die Langzeitprognose schlecht. Ursache hierfür ist u.a. die Hemmung des Immunsystems durch den Tumor und regulatorischen T Zellen (Treg). Die Mechanismen zur Immunsuppression, die Treg und Tumore anwenden sind jedoch unklar. Adenosin hemmt die Funktionen immunkompetenter Zellen primär durch A2aRezeptor (R)-Signale. Es wird generiert durch die Ektonukleotidasen, CD39 und CD73, die extrazelluläres ATP in Adenosin hydrolysieren. Ektonukleotidasen werden von Treg exprimiert, und das generierte Adenosin ist involviert in der Hemmung von Responder Zell (RZ)-Proliferation und -Zytokinproduktion. Mittels Durchflusszytometrie und Immunofloureszenz bestimmten wir eine vermehrte Frequenz von CD39+ Treg im peripheren Blut und Tumorgewebe von HNSCC Patienten. Desweiteren zeigten wir dass das Ausmass an CD39+ - Expression in Treg und CD4+ T Zellen in HNSCC Patienten positiv mit dem Tumorstadium korrelirte. Mittels CFSE- Proliferationsmessungen evaluierten wir, dass ARL67156, ein Ektonukleotidasehemmer und ZM241385, ein A2AR Antagonist, die Proliferation von RZ signifikant hemmt. Auch Tumorzellen exprimieren Ektonukleotidasen. Wir generierten adaptive Treg (Tr1) in einem in vitro System, indem naive T Zellen von Normalkontrollen isoliert und mit iDC und CD73+ oder CD73neg Tumorzellen für 10 Tage mit IL-2, IL-10 und IL-15 (10-15IU/ml) inkubiert wurden. Tumor-generiertes Adenosin bewirkte eine Expansion von Treg, die auch Adenosin produzierten. Adenosin stellt ein bedeutendes immuninhibitorisches Molekül in HNSCC Patienten dar. Ansätze zum Angriff der Adenosin-vermittelten Immunsuppression könnten vielversprechend als adjuvante Therapieoption zur Behandlung vom HNSCC sein.