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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Retropharyngeales Lipom als Ursache einer Dyspnoe

Meeting Abstract

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  • corresponding author Martina Weber - HNO Klinik Fulda, Deutschland
  • Malte Kollert - HNO-Klinik Fulda, Deutschland
  • Konrad Schwager - HNO-Klinik Fulda, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod088

DOI: 10.3205/10hnod088, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0883

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Weber et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Symptom Dyspnoe kann vielfältige Ursachen haben. Maligne oder entzündliche Erkrankungen sind am häufigsten, aber auch benigne Tumore kommen differentialdiagnostisch in Betracht.

Kasuistik: Ein 70jähriger Patient stellte sich mit seit 6 Monaten bestehender und zunehmender Dyspnoe vor. Dysphagie bestand nicht, jedoch eine kloßige Sprache. Flexibel-endoskopisch zeigte sich eine linksseitige hypopharyngeale Vorwölbung, die die Glottisebene vollständig verdeckte. Links cervikal konnte eine ca. 2x2cm große, weiche und gut verschiebliche Schwellung getastet werden. In der durchgeführten Kernspintomographie des Halses sah man eine ca. 9x3cm große, cervikale Gewebsvermehrung mit deutlicher Ausdehnung im Hypo- und Orophraynx entlang der Hinterwand. Es bestand eine raumfordernde Wirkung insbesondere auf den Kehlkopfeingang, den Zungengrund und den Mundboden. Die Signalwichtung erbrachte den Verdacht Lipom. Der Tumor wurde über einen äußeren Zugang entfernt. Histologisch zeigte sich von einzelnen Muskelfaserquerschnitten durchzogenes reifes univakuoläres Fettgewebe im Sinne eines intramuskulären Lipoms. Anhalt für Malignität bestand nicht. Postoperativ war die Beschwerdesymptomatik verschwunden.

Schlussfolgerung: Bei Dyspnoe müssen neben den häufigen Malignomen der Schluckstraße auch seltene Raumforderungen differentialdiagnostisch in Betracht gezogen werden.