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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Singultus: eine seltene Genese

Meeting Abstract

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  • corresponding author Chia-Jung Wang - HNO-Klinik Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Deutschland
  • Hannes Kutta - HNO-Klinik Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Deutschland
  • Rainald Knecht - HNO-Klinik Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod086

DOI: 10.3205/10hnod086, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0865

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Wang et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Ursachen eines Singultus sind vielfältig. Ein temporärer Singultus hat meist keinen Krankheitswert. Der Singultus aufgrund eines malignen Geschehens stellt eine Seltenheit dar.

Methoden: Kasuistik und Abgleich mit der aktuellen Literatur.

Kasuistik: Ein 60-jähriger männlicher Patient stellte sich in unserer Klinik mit seit über einer Woche bestehendem dauerhaft quälendem Schluckauf vor. Eine Dysphagie bestand nicht bei Gewichtsabnahme von 5 kg in der letzten Woche. Die anschließende Panendoskopie zeigte den hochgradigen Verdacht auf ein Malignom im mittleren Ösophagus.

Die Histologie zeigte ein invasives, mäßig differenziertes Adenokarzinom des mittleren Ösophagus. Im weiteren Staging ergab sich ein metastasiertes Stadium.

Der Patient verstarb bevor eine Therapie begonnen werden konnte.

Schlussfolgerungen: In der Literatur sind wenige Fälle bekannt, in dem ein Ösophagus- oder ein Magen-Karzinom als Symptom einen persistierenden Singultus aufweisen. Differentialdiagnostisch sollte bei therapieresistentem Singultus eine idiopathische, zentralnervöse oder psychogene Ursache in Betracht gezogen werden. Selten stellen sich, wie in unserem Fall, Tumoren des Schluckweges als Ursache einer Phrenicus-Irritation dar. Eine zügige Diagnostik ist in diesem Falle notwendig, um fulminante Verläufe, wie in unserem Casus, zu vermeiden.