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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

In vitro Expression der Matrix-Metalloproteinasen MMP-9, -12 und -13 bei refluxexponierten Miniorgankulturen

Meeting Abstract

  • corresponding author Franziska Schwarzer - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Halle/Saale, Deutschland
  • Ilona Schön - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Halle/Saale, Deutschland
  • Kerstin Neumann - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Halle/Saale, Deutschland
  • Annett Sandner - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Halle/Saale, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod075

DOI: 10.3205/10hnod075, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0757

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Schwarzer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Matrix-Metalloproteinasen (MMP) bezeichnen eine Familie substratspezifischer Endopeptidasen unterschiedlicher Struktur, denen ein ionisiertes Zinkatom im aktiven Zentrum gemeinsam ist. MMPs nehmen an verschiedenen Umbauprozessen des Gewebes teil. Eine besondere Rolle spielen sie bei malignen Tumoren des Ösophagus und im oberem Aerodigestivtraktes (OADT). In diesem Reflux-Modell sollte untersucht werden, ob die Expression der Proteinasen MMP-9, -12 und -13 nach Inkubation mit Magensaft Veränderungen aufweist.

Methoden: Nasenmuschelepithelien wurden standardisiert 7 Tage als Mini-Organ-Kultur (Moc) oder als ausgewachsene Epithelzellen (EpC) kultiviert und anschließend mit Magensaft der pH-Werte 4,5 und 5,5 eine Stunde inkubiert. Positiv- und Negativkontrolle wurden mitgeführt. Nach Isolierung der RNA aus diesem Gewebe mit darauffolgender cDNA-Synthese, erfolgte die Amplifikation mittels PCR. Als Referenzgen diente GAPDH. Die gefundenen Expressionsmuster werden für ausgewählte Proben mit der quantitativen PCR überprüft.

Ergebnisse: GAPDH war in unserem Modellsystem gleichmäßig exprimiert. Für MMP-9 und -12 konnten im Vergleich zu den Negativkontrollen nur geringfügige Expressionsveränderungen festgestellt werden. Das für MMP 13 gefundene Expressionsmuster zeigt größere Schwankungen. In einigen Proben wurde eine Doppelbande detektiert.

Schlussfolgerungen: In diesem Modellversuch hat sich eine refluxbedingte Änderung der Expression von MMP13 als möglich erwiesen. Inwieweit diese Änderungen der Situation in vivo entsprechen und welche Bedeutung sie für refluxbedingte Pathologien der Schleimhaut des OADT haben, müssen weitere Untersuchungen zeigen.

Unterstützt durch: Projektförderung durch das BMBF FKZ 17/30