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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Ausgedehntes Hämangiom der Halsweichteile unter Einschluss der oberen Atemwege

Meeting Abstract

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  • corresponding author Christine Langer - Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf-/Halschirurgie, Giessen, Deutschland
  • Jens Peter Klußmann - Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- / Halschirurgie, Gießen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod045

DOI: 10.3205/10hnod045, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0457

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Langer et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Kavernöse Hämangiome sind Gefäßmissbildungen, welche in der Regel bei Geburt bereits bestehen oder sich in den ersten Lebenstagen manifestieren. Etwa 80% der Hämangiome bilden sich spontan zurück, weshalb eine erst im Erwachsenenalter auftretende Beschwerde-symptomatik selten ist.Wir berichten über den Fall eines 49-jährigen Patienten mit bekanntem und seit der Kindheit bestehendem Hämangiom der Halsweichteile, bei dem im Rahmen eines kardiochirurgischen Eingriffs bei der Anästhesieeinleitung ausgedehnte Hämangiomanteile supraglottisch auffielen und ein Intubationshindernis darstellten.

Methoden: Um die Gefahr einer Blutung zu vermeiden wurde bei ausreichend möglicher Maskenbeatmung beschlossen, zunächst keine Intubation vorzunehmen, sondern die Narkose abzubrechen. Nach Durchführen einer aufgrund des kritischen Allgemeinzustandes des Patienten nur begrenzt möglichen bildgebenden Diagnostik erfolgte die Intubation unter Tracheotomiebereitschaft und die anschließende Tracheotomie.

Ergebnisse: Nach komplikationsloser Durchführung der Tracheotomie wurde der notwendige kardiochirurgische Eingriff vorgenommen, im postoperativen stationären Verlauf konnte nach endoskopischer Kontrolle das Dekanülement erfolgen.

Schlussfolgerung: Hämangiome der oberen Atemwege können ein schwerwiegendes Intubationshindernis darstellen und erfordern eine interdisziplinäre Therapieplanung.