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81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Kehlkopfschrittmacher: akute und chronische tierexperimentelle Ergebnisse beim Schwein

Meeting Abstract

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  • corresponding author Gerhard Förster - HNO-Klinik, SRH Wald-Klinikum Gera, Deutschland
  • Andreas Müller - HNO-Klinik, SRH Wald-Klinikum Gera, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod022

DOI: 10.3205/10hnod022, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod0227

Veröffentlicht: 22. April 2010

© 2010 Förster et al.
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Gliederung

Text

Für Patienten mit doppelseitiger Recurrensparese und zumindest einseitiger synkinetischer Reinnervation könnte eine Schrittmacherversorgung des M. cricoarytenoides posterior (PCA) in absehbarer Zeit eine neue Behandlungsoption zur Verbesserung der Atmung darstellen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Entwicklung einer zielgenauen und schonenden Einführmethode der Stimulations-Elektroden.

An 16 Hausschweinferkeln (ca. 30 kg) und 2 Göttinger Minischweinen mit intakter Larynxinnervation wurden zwischen November 2007 und 2009 Versuche zur Elektrodeneinführung vorgenommen. Mit einem speziellen Einführwerkzeug konnte unter elektrischer Stimulation der optimale Insertionsort bestimmt werden. Die stimulierte Glottisöffnung wurde in Abhängigkeit von der Reizstärke und dem Reizort dokumentiert. Die Elektroden wurden perikrikoidal oder über eine Ringknorpelbohrung eingeführt.

Mit den neu entwickeltenen Einführtechniken gelang es die Elektroden punktgenau im Zielgebiet zu verankern. Die Reaktionsschwellen lagen zwischen 0,1 und 1,5 mA und damit so, wie man es für eine direkte Nervenstimulation erwarten würde. Die Stromstärken für eine optimale Öffnung der Stimmlippen waren meist nur geringfügig höher. Der optimale Insertionsort lag in fast allen Fällen im Bereich des unteren lateralen Quadranten der PCA.

Die Versuche haben wesentlich zur Evaluation einer zielgenauen minimal invasiven Elektrodeneinführung beigetragen. Die erforderlichen Werkzeuge konnten optimiert werden. Weitere Versuche testen die Langzeitstabilität der Elektroden und ihrer Verankerung im Gewebe.

Unterstützt durch: Med-El Medizinelektronik, Innsbruck, Österreich