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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Inflammatorischer Pseudotumor der Laterobasis – eine seltene Differentialdiagnose bei Hörsturz, Tinnitus und Schwindel

Meeting Abstract

  • corresponding author Claudia Bedeshem - HNO Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen
  • Martin Holderied - HNO Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen
  • Markus Pfister - HNO Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen
  • Hans-Peter Zenner - HNO Universitätsklinikum Tübingen, Tübingen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod601

DOI: 10.3205/09hnod601, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod6011

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Bedeshem et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Fallbeispiel einer 46-jährigen Frau mit Hörsturz und zeitversetztem Vestibularisausfall links. Die erste Vorstellung erfolgte zwei Monate nach Hörsturz mit progredientem Hörverlust bis zur Surditas, Entwicklung eines starken Schwankschwindels mit positivem Fistelsyndrom und Otalgie der betroffenen Seite. Es bestand ein Z.n. erfolgloser externer Infusionstherapie mit Corticosteroiden. Seit fünf Jahren berichtet die Patientin über Kieferschmerzen.

Methoden: Im CT/MRT zeigte sich eine Kontrastmittel aufnehmende osteolytische Raumforderung der linken Laterobasis infracochleär und mastoidal. Es erfolgte eine Mastoideröffnung zur Histologiegewinnung, bei der die Diagnose einer infiltrativ wachsenden, granulierenden, fibrosierenden, plasmazellreichen Entzündung ohne Nachweis einer Monoklonalität gestellt wurde. Zwei Jahre zuvor wurde eine Raumforderung an der Stirn mit gleichartiger Histologie excidiert, daher bestand der V.a. ein Plasmozytom. Die daraufhin durchgeführte Knochenmarksbiopsie war unauffällig.

Im Verlauf wurde nach einem erfolglosen Therapieversuch mit hochdosierten Corticoiden die Petrosektomie durchgeführt.

Ergebnisse: In den CT/MRT- Untersuchungen war keine Aussage über die Ätiologie möglich. Die histopathologische Abklärung dauerte mehrere Monate.

Fazit: Es handelte sich hierbei um die sehr seltene Diagnose eines Pseudotumors, der auf Grund der Entscheidung im Tumorboard primär chirurgisch angegangen wurde. Aktuell ist die Patientin nach 1,5 Jahren rezidivfrei. Diese Art des Tumors muss differentialdiagnostisch gegen ein Plasmozytom oder eosinophiles Granulom abgrenzt werden, die ein anderes Behandlungsregime erfordern.