gms | German Medical Science

80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Behandlungsstrategien bei zervikogener Dysphonie

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod523

DOI: 10.3205/09hnod523, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5237

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Stuhrmann et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Als Ursache für therapieresistente Dysphonien kommen zum Teil zervikogene Störungen in Betracht.

Material und Methode: In den letzten 3 Jahren konnte bei 31 unserer Patienten mit Hauptsymptom Heiserkeit als Ursache eine zervikogene Dysphonie diagnostiziert werden. Bei diesen Patienten führten wir eine manuelle Therapie mindestens zweistufig im Abstand von ca. 2–3 Wochen durch. Als manualtherapeutische Messparameter wurden Priener-Hüftabduktionstest, variable Beinlängendifferenz und Meersseman-Tests eingesetzt. Neben der „occiptal-base-release-Technik“ kamen bei Myogelosen im HWS-Bereich zusätzlich die Counterstraintechnik sowie bei Bruxismus eine Dauerohrakupunktur für 10 Tage zur Anwendung. Auch Aufbißschienen wurden in ausgewählten Fällen zur Therapieoptimierung eingesetzt.

Ergebnisse: Die Stimmqualität der Patienten und ihre stimmliche Belastbarkeit konnten durch die Durchführung der manuellen Therapie verbessert werden. Begleitsymptome wie occipitale Cephalgien und Nackenverspannungen reduzierten sich signifikant im Vergleich zum Ausgangsbefund. Die ergänzende Dauerohrakupunktur erzielte insbesondere bei Bruxismuspatienten eine nachhaltige Symptomverbesserung.

Schlussfolgerung: Bei therapieresistenten Dysphonien ohne morphologisches Korrelat in der laryngoskopischen Diagnostik sollte immer an eine zervikogene Ursache gedacht werden. Bei zusätzlichem Bruxismus empfiehlt sich ergänzend immer auch eine Dauerohrakupunktur für 10 Tage. Die therapeutische Mitbehandlung des Bruxismus unterstützt den Therapieerfolg ebenso positiv.

Unterstützt durch: Prof. Bootz