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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Ursachen des Seromucotympanons im Säuglingsalter

Meeting Abstract

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  • Wilma Vorwerk - HNO-Klinik, Phoniatrie/Pädaudiologie, Magdeburg
  • Dorothea Rostalski - HNO-Klinik, Magdeburg
  • Ulrich Vorwerk - HNO-Klinik, Magdeburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod517

DOI: 10.3205/09hnod517, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5179

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Vorwerk et al.
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Gliederung

Text

Das NG-Hörscreening ermöglicht nicht nur die frühe Diagnostik permanenter Hörstörungen sondern führt auch zu neuen Erkenntnissen bez. Diagnostik und Therapie des Seromucutympanons (SMT). Rezidivierend führen geringgradige Schallleitungsschwerhörigkeiten zu Sprachentwicklungsstörungen und einer Schulproblematik, so dass auch die zeitige Diagnostik eines SMT sehr wichtig erscheint.

Von 01/07 bis 11/08 wurden in der pädaudiologischen Sprechstunde im Rahmen des Follow-up des Hörscreenings 290 Säuglinge im Alter von einer Woche bis 7 Monaten untersucht. Nach Anamnese- und Statuserhebung wurden bei allen Kindern TEOAE abgeleitet. Bei negativem Ergebnis erfolgten zusätzlich Tympanometrie und BERA.

Bei 70 Kindern konnten keine TEOAE nachgewiesen werden. Mittels Tympanogramm wurde bei 50 Kindern ein SMT diagnostiziert. Eine Kontrolluntersuchung konnte dann bei 23 Kindern, die zuvor Zeichen eines Infektes aufwiesen ein normales Gehör diagnostizieren. 9 Kinder wurden nicht zur Kontrolle vorgestellt und bei 3 Kindern steht diese noch aus.

Bei 15 Säuglingen zeigte sich durch mehrmalige Kontrollen ein permanenter Erguss bds.. Kinder unter 1 Jahr (6) und mit Spaltbildungen (2) erhielten eine Paukendrainage (PD). Bei Kindern über 1Jahr (7) erfolgte eine kombinierte AT und PD. Das durchschnittliche Alter betrug hier 15,7 Monate. Zwei dieser Kinder erhielten schon die zweite PD bei erneutem SMT.

Fazit: Die Untersuchung zeigt, dass Kinder, die schon postpartal Tubenfunktionsstörungen aufweisen oft zu rezidivierendem SMT neigen. Neben Adenoiden spielen die velopharyngeale Insuffizienz und pathologische Tubenanatomien eine Rolle. Eine Spontanheilung war nicht zu beobachten, sodass eine dringende Kontrolle dieser Kinder auch nach erfolgter PD angeraten wird.