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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Anthropo- und morphometrische Analysen am Killian Dreieck und seine Bedeutung für die Entstehung des Zenker Divertikels

Meeting Abstract

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  • corresponding author Andreas Anagiotos - HNO-Klinik/Zentrum Anatomie, Universitätsklinikum Köln, Köln
  • Jürgen Koebke - Zentrum Anatomie, Universitätsklinikum Köln, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod460

DOI: 10.3205/09hnod460, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4606

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Anagiotos et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Killian Dreieck ist eine muskuläre Schwachstelle an der Hinterwand des Hypopharynx und Entstehungsort des Zenker Divertikels. Morphometrische Merkmale des Dreiecks spielen bei der Manifestation des Divertikels eine wichtige Rolle.

Methoden: An 47 Formalin-fixierten Leichen wird das Vorkommen des Killian Dreiecks, seine Morphologie und sein Zusammenhang mit anthropologischen Merkmalen des Gesamtkörpers, des Kopf-Halsbereiches und des Kehlkopfskeletts untersucht.

Ergebnisse: Ein Killian Dreieck ist zu 60% bei Männern (9/15) und zu 34,4% bei Frauen (11/32) vorhanden. Bei Männern ist das Dreieck mit einer durchschnittlichen Höhe von 0,7 ± 0,4 cm proximodistal größer als bei Frauen (0,4 ± 0,2 cm). Das männliche Dreieck ist ebenfalls breiter als das weibliche (1,6 ± 0,4 cm bzw. 1,2 ± 0,3 cm). Es besteht eine positive Korrelation zwischen Dreieckshöhe und den Distanzen Scheitel – Ferse, Scheitel – Symphysis pubica und Incisura jugularis – Symphysis pubica, sowie dem Abstand zwischen Schild- und Ringknorpel (p < 0,05). Die Dreiecksbreite korreliert gleichläufig mit der Distanz Zungenbein – Ringknorpel und gegenläufig mit der Distanz Ringknorpel – Incisura jugularis (p < 0,05).

Schlussfolgerung: Das Killian Dreieck ist nicht regelmäßig nachweisbar. Es variiert in seinen Dimensionen und ist bei Männern häufiger und größer ausgebildet als bei Frauen. Das Dreieck korreliert in seiner Größe mit einigen anthropometrischen Daten und wird in seiner Ausprägung vom Grad des Larynxdeszensus beeinflusst. Die erhobenen Daten stehen im Einklang mit dem zu beobachtenden häufigeren Auftreten des Zenker Divertikels bei Männern und bei Nordeuropäern im Vergleich zu Frauen bzw. Asiaten.