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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Funktionelle Repräsentation der Riechminderung von Patienten mit leichter kognitiver Störung (LKS) und Alzheimer Demenz (AD) im FDG-PET

Meeting Abstract

  • corresponding author Andreas Vaitl - Klinik für Nuklearmedizin, LMU, München
  • Silke Steinbach - HNO-Klinik, Dresden
  • Walter Hundt - Institut für klinische Radiologie, LMU, München
  • Stefan Förster - Klinik für Nuklearmedizin, LMU, München
  • Katharina Bürger - Psychiatrie, LMU, München
  • Thomas Zahnert - HNO-Klinik, Dresden
  • Thomas Hummel - HNO-Klinik, Dresden

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod398

DOI: 10.3205/09hnod398, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3984

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Vaitl et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: In der Diagnostik der AD stellt die Kombination aus FDG-PET und Analyse der kognitiven Leistung eine etablierte Methode dar. Die Riechminderung ist ein Frühsymptom bei AD und LKS Patienten. In dieser Studie wurde erstmalig das Riechvermögen von AD und LKS Patienten mit dem FDG-PET korreliert und analysiert.

Methoden: 24 Patienten (12 Frauen, Durchschnittsalter 71 Jahre) mit der klinischen Diagnose LKS (6 Patienten) und AD (18 Patienten) und einem typischen LKS / AD F-18 FDG-PET Scan wurden eingeschlossen. Das Riechvermögen wurde mittels „Sniffin' Sticks“ untersucht. Die Korrelation zwischen FDG-PET Ergebnissen und Werten der Riechtestung wurde auf einer Voxelbasierten Analyse mit SPM5 durchgeführt.

Ergebnis: Alle Patienten zeigten eine signifikante Riechminderung bei der Identifikation, Diskrimination und Riechschwelle. Die Abnahme in der Identifikation korrelierte mit einem Hypometabolismus im FDG-PET im rechten parieto-temporalen Cortex, im rechten posterioren Cingulum und rechten dorsolateralen präfrontalen Cortex. Die reduzierte Diskrimination korrelierte mit einem Hypometabolismus in beiden lateralen orbitofrontalen Cortices, in beiden dorso-lateralen präfrontalen und superioren parietalen Cortices. Die eingeschränkte Riechschwelle korrelierte mit einem Hypometabolismus in corticalen und subcorticalen Strukturen, die den rechten dorso-lateralen und beidseitigen medialen präfrontalen Cortex sowie das rechte posteriore Cingulum, den rechten Thalamus und das rechte Kleinhirn einschlossen.

Schlussfolgerung: In dieser Studie zeigt sich, dass die Identifikation, Diskrimination und die Riechschwelle überlappende Cortexareale aktivieren, die vergleichbar mit den Cortexarealen in fMRT und PET Aktivierungsstudien sind.