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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Darstellung knöcherner Läsionen im Bereich der Nebenhöhlenostien durch Ballondilatation mittels Flat-Panel-CT

Meeting Abstract

  • corresponding author Markus Kapsreiter - HNO- Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen
  • Tobias Struffert - Neuroradiologie FAU Erlangen, Erlangen
  • Bernhard Schick - HNO-Universitätsklinikum Homburg/Saar, Homburg/Saar
  • Arnd Dörfler - Neuroradiologie FAU Erlangen, Erlangen
  • Heinrich Iro - HNO- Universitätsklinikum Erlangen, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod345

DOI: 10.3205/09hnod345, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3459

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Kapsreiter et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Das Verfahren der Ballon-Dilatation von Nasennebenhöhlen-Zugängen scheint eine sichere und effektive Alternative zur konventionellen Nebenhöhlenchirurgie bei bestimmten Indikationsstellungen zu sein. Studien über Langzeitergebnisse, sowie Vergleiche mit der konventionellen Nebenhöhlenchirurgie nach objektiven Kriterien im Bezug auf Indikationsstellung und Operationsergebnis stehen hierbei jedoch noch aus. Ziel dieser Untersuchung war es darzustellen, ob die Ballon-Dilatation tatsächlich zu knöchernen Destruktionen im Bereich der Nebenhöhlenostien führt.

Methoden: Untersucht wurden zwei kryofixierte, menschliche Schädel (weiblich und männlich) von Körperspendern mittels Flat-Panel CT (sogenanntes Dyna CT) an einer Flat-Panel Angiographie Anlage (Axiom Artis dbA, Siemens) vor und nach Durchführung einer Ballon-Dilatation an ausgewählten Nebenhöhlenostien.

Ergebnisse: An 3 von 4 untersuchten Nebenhöhlenostien zeigten sich deutliche Frakturen im Bereich der umgebenden knöchernen Strukturen. Die rekonstruierten Bilder wurden von erfahrenen Neuroradiologen und HNO-Ärzten evaluiert.

Schlussfolgerungen: Das Verfahren der Ballon-Dilatation scheint grundsätzlich in der Lage zu sein, dauerhafte Veränderungen im Bereich der Nebenhöhlenostien zu schaffen. Zur Beurteilung der klinischen Bedeutung bedarf es weitergehender Untersuchungen.