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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Einflüsse der Muskelvorspannung des Musculus sternocleidomastoideus auf die cVEMP-Ableitung.

Meeting Abstract

  • corresponding author Georges Wanna - Klinik für HNO-Heilk. u. Plast. Kopf- u. Hals-Chirurgie, Aachen
  • Wolfgang H. Döring - Klinik für HNO-Heilk. u. Plast. Kopf- u. Hals-Chirurgie, Aachen
  • Herbert Dujardin - Klinik für HNO-Heilk. u. Plast. Kopf- u. Hals-Chirurgie, Aachen
  • Martin Westhofen - Klinik für HNO-Heilk. u. Plast. Kopf- u. Hals-Chirurgie, Aachen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod319

DOI: 10.3205/09hnod319, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3190

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Wanna et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Der Einfluss der Muskelvorspannung des Musculus sternocleidomastoideus (MSC) auf die cVEMP-Ableitung wurde bisher kontrovers diskutiert. Für die Standardisierung der Muskelvorspannung des MSC wurde in der vorliegenden Arbeit ein visuelles Bio-Feedback- System verwendet. In dieser Studie wird untersucht, ob eine verbesserte Reproduzierbarkeit der cVEMP-Potenziale und ihrer Latenzen und Amplituden durch eine definierte, konstante Muskelvorspannung erreicht werden kann.

Material und Methoden: Bei 21 Probanden (16 männlich, 3 weiblich) 21–48 Jahre alt, normalhörend, keine Schwindelbeschwerden) wurden cVEMP sowohl ohne als auch mit visuellem Bio-Feedback gemessen. 15 Probanden gelangten in die Auswertung.

cVEMP wurden mit 1.000 Hz-Tonepips bei 90 dB und einer Wiederholrate von 5 Hz gemessen. Das visuelle Bio-Feedback bestand aus einer Ampelanzeige, die über die Muskelaktivität, gemessen durch ein gefiltertes EMG, gesteuert wurde. Der Proband hatte die Aufgabe, die Muskelspannung in einem definierten Bereich zu halten (4,6–6,0 mV). Ausgewertet wurden die Latenzwerte N0,P1,N1,P2 und die Amplituden N0P1, P1N1, N1P2.

Ergebnisse und Diskussion: Ausmass und Konstanz der Muskelvorspannung des MSC beeinflussen die Reproduzierbarkeit von cVEMP-Ableitungen. Die Amplituden und die Latenzen der cVEMP-Potenziale variieren in Abhängigkeit der isotonen Kontraktion des MSC. Das visuelle Bio-Feedback vergrößert die Retest-Stabilität der cVEMP Amplituden erheblich und erlaubt dadurch einen zuverlässigen Vergleich von Untersuchungsbefunden mit cVEMP im Zeitverlauf während der Therapie.

Unterstützt durch: Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde und Plastische Kopf-und Halschirurgie der Uniklinikum der RWTH Aachen