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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Identifikation von Rezidiv-Cholesteatomen durch Diffusion Weighted Magnet Resonanz Tomographie

Meeting Abstract

  • corresponding author Julia Vent - Univ.-Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde, KHC, Köln
  • Walter Möller- Hartmann - Neuroradiologie Univ.klinik Köln, Köln
  • Karl-Bernd Hüttenbrink - Univ.-Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren-Heilkunde, KHC, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod301

DOI: 10.3205/09hnod301, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3011

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Vent et al.
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Gliederung

Text

Hintergrund und Ziel: Eine neue MRT Technik (echo-planare, diffusion- weighted Magnet- Resonanz Tomographie, DW-MRT) soll verlässlich Cholesteatomgewebe im Mittelohr darstellen können. Wir haben hier in einer prospektiven, verblindeten, randomisierten Studie für Residual- oder Rezidivcholesteatome des Mittelohres diese Aussage überprüft.

Material und Methoden: In 15 Monaten (07/2007 bis 10/2008) untersuchten wir 24 Patienten, die sich mit dem Verdacht auf Rezidiv- oder Residualcholesteatom (zur second- look OP) in unserer Klinik vorstellten. Die Patienten erhielten am prä-operativen Tag ein DW-MRT nach standardisiertem Protokoll. Der auswertende Neuroradiologe war gegenüber dem anschließend gestellten intraoperativen Befund verblindet.

Ergebnisse: Alle 24 Patienten konnten in die Studie eingeschlossen und ihre Daten ausgewertet werden.

Davon hatten 16 Pat. ein Rezidivcholesteatom, und 7 ein positives DW-MRT. Sensitivität, Spezifität and Positiver Vorhersagewert (positive predictive value) wurden mit 25%, 63% and 0,57 berechnet. Cholesteatome, welche sich intra-operativ größer als 5 mm darstellten, konnten mit einer Sensitivität von 80% im DW-MRT dargestellt werden. Für kleinere Läsionen war die Methode nicht zuverlässig. Die Anzahl an falsch- negativen Fällen war mit n=12 (50%) hoch.

Fazit und Diskussion: Im Gegensatz zu manchen Aussagen in der Literatur kann die DW-MRT eine sog. second look OP nicht ersetzen, denn kleine Cholesteatome (kleiner als 5 mm) werden nicht verlässlich genug dargestellt. Für manche Fragestellungen ist die neue Darstellung jedoch eine große Hilfe.