gms | German Medical Science

80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Langzeitergebnisse der Trommelfellrekonstruktion mit Knorpelplatten

Meeting Abstract

  • author Victor Helmstädter - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Dirk Beutner - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln
  • Robert Stumpf - HNO-Klinik, Chemnitz
  • Thomas Zahnert - HNO-Universitätsklinik Dresden, Dresden
  • Karl-Bernd Huettenbrink - HNO-Universitätsklinik Köln, Köln

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod256

DOI: 10.3205/09hnod256, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod2568

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Helmstädter et al.
Dieser Artikel ist ein Open Access-Artikel und steht unter den Creative Commons Lizenzbedingungen (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.de). Er darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden, vorausgesetzt dass Autor und Quelle genannt werden.


Gliederung

Text

Einleitung: Knorpel-Transplantate überzeugen bei der Trommelfellrekonstruktion durch Größenkonstanz und Stabilität, was bei großen Defekten, Rezidivdefekten, sowie chronischen Belüftungsstörungen des Mittelohres von Vorteil ist.

Methoden: Experimentelle Vorarbeiten führten zur Entwicklung der Knorpelplattentechnik. Hierbei werden 0,5 mm dünne Knorpelplatten überlappend zur Trommelfellrekonstruktion genutzt. Um die Wertigkeit dieser Rekonstruktionsform bei chronischer Mittelohrentzündung klinisch zu untersuchen, wurde eine retrospektive Untersuchung von Patienten durchgeführt, deren Trommelfell auf diese Weise zwischen 1993 und 2001 im Rahmen einer so genannten Radikalhöhlenoperation an der HNO-Universitätsklinik Dresden rekonstruiert wurde.

Ergebnisse: Unter den 39 teilnehmenden Patienten fanden sich 26 (66,7%) Radikalhöhlenrevisionen sowie 13 (33,3%) Primäranlagen einer Radikalhöhle. Bei Wiedervorstellung zeigte sich das Trommelfell bei allen Patienten intakt, jedoch bei 19 (48%) von ihnen mit retrahierten Anteilen. Die durchschnittliche Schallleitungsschwerhörigkeit (Frequenzen: 0, 5, 1, 2, 3 und 4 kHz) betrug 18 dB. Eine Revisionsoperation war wegen eines Rezidivcholesteatoms aufgrund einer Prothesenextrusion notwendig.

Schlussfolgerungen: Auf Grundlage dieser Studie empfehlen wir unsere modifizierte Technik der überlappenden Anordnung von Knorpel-Transplantaten zur Trommelfellrekonstruktion in Hoch-Risiko-Ohren. Es konnte eine hohe Stabilität des rekonstruierten Trommelfells und eine langandauernde Vitalität der Transplantate bei einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 6 Jahren gezeigt werden.