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80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Neue Cluster Strategien in der SCIT – Vergleichunterschiedlicher Dosierungsschemata mit einem Allergoid

Meeting Abstract

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  • corresponding author Oliver Pfaar - Zentrum für Allergologie, HNO-Uniklinik Mannheim, Wiesbaden, Deutschland
  • Andreas Distler - HAL-Allergie, Düsseldorf
  • Karl Hörmann - HNO-Uniklinik, Mannheim
  • Ludger Klimek - Zentrum für Allergologie, HNO-Uniklinik Mannheim, Wiesbaden, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod016

DOI: 10.3205/09hnod016, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod0163

Veröffentlicht: 17. April 2009

© 2009 Pfaar et al.
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Gliederung

Text

Bei der Cluster-SCIT werden während der Dosissteigerung 2–3 Injektionen je Behandlungstag verabreicht, wodurch ein rasches Erreichen der Maximaldosis gewährleistet wird. Art und Anzahl der Nebenreaktionen (NR) entsprechen denen der konventionellen SCIT-Schemata. Darüber hinaus konnten neuere Cluster-Studien auch einen früher einsetzenden Therapieerfolg belegen.

In der vorliegenden Studie wurden 80 Patienten (18 bis 65 Jahre) eingeschlossen. Untersucht wurde die Häufigkeit von NR bei der konventionellen Aufdosierung im Vergleich zu drei verschiedenen Cluster/Rush-Verfahren mit einem Depot-Allergoid (PURETHAL®). Hierfür wurden die Patienten in vier Therapiegruppen mit jeweils 20 Patienten in jeder Gruppe randomisiert. In der Gruppe 4 wurde die maximale Höchstdosis (=Erhaltungsdosis) bereits am ersten Tag erreicht („Rush-Therapie“).

Die lokalen Reaktionen (LR) und systemischen Reaktionen (SR) wurden nach den EAACI-Klassifikation von 1993 dokumentiert. Bei n=18 (7,5%) aller Injektionen fanden sich verstärkte LR (Schwellung > Grad 1) mit der niedrigsten Rate in der Gruppe 1. Die Häufigkeit von SR war n=7 (2,92%) aller Injektionen und vergleichbar zwischen der konventionellen und den drei Cluster-/Rush-Gruppen(insgesamt nur Grad 1-Reaktionen.)

Zusammenfassend belegen diese Ergebnisse, dass unter Sicherheitsaspekten die Cluster-SIT mit Depot-Allergoiden eine interessante Therapieoption für die initiale Phase der SCIT darstellt. Darüber hinaus kann diese Induktionstherapie sogar an einem Behandlungstag als „Rush-Therapie“ durchgeführt werden, ohne dass vermehrt SR auftreten.

Unterstützt durch: HAL-Allergie, Düsseldorf