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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Klinische Ergebnisse einer Augmentation mit Bauchfett nach Parotidektomie

Meeting Abstract

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  • corresponding author Matthias Scheich - Univ.-HNO-Klinik Würzburg, Würzburg
  • Anne Schewe - Univ.-HNO-Klinik, Würzburg
  • Udo Schuss - HNO-Abteilung, Katharinenhospital, Stuttgart
  • Rudolf Hagen - Univ.-HNO-Klinik, Würzburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod661

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod661.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Scheich et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die chirurgische Entfernung der Glandula parotidea gehört an deutschen Hals-Nasen-Ohren-Kliniken heutzutage zum operativen Standard. Neben seltenen Komplikationen, wie Fazialisparesen, Frey’schem Schwitzen oder Wundheilungsstörungen müssen sich Patienten auch auf bleibende kosmetisch störende Veränderungen durch den Gewebsverlust einstellen.

Methoden: Im Rahmen einer retrospektiven Studie konnten die Daten von 250 Patienten eingeschlossen werden, die mit einem standardisierten Fragebogen zum postoperativen Verlauf befragt wurden. Verglichen wurden 146 mit Bauchfett augmentierte Patienten mit einer Kontroll-Gruppe von 104 „nicht-augmentierten“. Untersucht wurden unter anderem die subjektive kosmetische Zufriedenheit, das Auftreten von Wundheilungsstörungen sowie die postoperative Entwicklung eines Frey-Syndromes.

Ergebnisse: 44% der Patienten mit Bauchfettaugmentation waren sehr zufrieden mit dem postoperativen Ergebnis. In der Gruppe ohne Augmentation waren dies lediglich 33%.

Ein Frey-Syndrom trat bei 23% der augmentiertenten und bei 31% der nicht-augmentierten Patienten auf. Beide Unterschiede sind jedoch nicht signifikant. In der Bauchfettgruppe traten jedoch mit 39% signifikant mehr Wundheilungsstörungen auf, als in der nicht-augmentierten Gruppe.

Schlussfolgerungen: Die Augmentation der Regio parotidea mit autologem Bauchfett nach Parotidektomie bringt im großen Kollektiv keine deutlichen Vorteile in der kosmetischen Zufriedenheit und in der Vorbeugung eines Frey-Syndroms. Eine generelle Empfehlung kann somit nicht ausgesprochen werden und sollte speziellen Einzelfällen vorbehalten werden.