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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Bericht über die interdisziplinäre Behandlung von Akustikusneurinomen am Klinikum Dortmund anhand von 140 Fällen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Thomas Deitmer - HNO-Klinik, Klinikum Dortmund, Dortmund, Deutschland
  • Christian Sieling - HNO-Klinik, Klinikum Dortmund, Dortmund
  • Rolf Schultheiss - Neurochirurgische Klinik, Klinikum Dortmund, Dortmund

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod600

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod600.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Deitmer et al.
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Gliederung

Text

Die unterschiedlichen Optionen für die Behandlung von Akustikusneurinomen reichen von einem abwartenden Verhalten über eine Strahlentherapie bis zur Operation, wobei für die letzte Option noch unterschiedliche Möglichkeiten, gebunden an die Fachgebiete HNO und Neurochirurgie bestehen. Die Diagnostik, Behandlung und Nachsorge von Akustikusneurinomen ist somit eine Aufgabe, die klassisch im interdisziplinären Feld und Dialog gelöst werden sollte, um dem Anspruch eines Patienten nach einer fach-ungebundenen optimalen Therapie gerecht zu werden.

In einer solchen Herangehensweise und regelhaft gemeinsamer Operation unabhängig vom Zugangsweg überblicken wir seit etwa 1997 eine Anzahl von 140 Akustikusneurinomen. Davon wurde der überwiegende Teil (113) operiert, ein geringer Teil einer konservativen Verlaufskontrolle (16) zugeführt und nur wenige (2) bestrahlt. In der operativen Behandlung hat sich für die Tumoren, die den inneren Gehörgang verlassen haben der retrosigmoidale, subokzipitale osteoplastische Zugang bewährt. Der innere Gehörgang wird osteoklastisch von dorsal eröffnet, um den intrameatalen Tumoranteil zu erreichen. Dieses gelingt in der Regel ohne eine Läsion des dorsalen Bogenganges. In Konkurrenz zum translabyrinthären Zugang verwenden wir fast nur noch den retrosigmoidalen. Für kleine intrameatale Tumoren wählen wir den transtemporalen Zugang, der jedoch nach unserer Erfahrung und Literaturstatistiken mit einer höheren Rate an Facialisirritationen verbunden ist. Während EMG- und ERA-Monitoring sich uns bewährt haben, ist die intraoperative Navigation für den retrosigmoidalen Zugang kaum und für den transtemporalen Zugang von eingeschränktem Nutzen. Die Fälle und Ergebnisse werden dargestellt.