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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Sattelnase bei M. Wegener: Rekonstruktive Rhinoplastik mit autologen Rippenknorpetransplantaten durch geschlossene Technik

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod540

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod540.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Quetz.
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Gliederung

Text

Einleitung: Schwere Formen der Sattelnase bei M. Wegener bedeuten häufig für die Patienten eine große psychische Belastung und sind oft ein bleibendes Stigma. Wegen der Komplikationen ziehen die behandelnden Ärzte rekonstruktive Operationen oft nicht in Betracht. Wir haben nach ermutigenden Erfahrungen seit den 90er Jahren ein Behandlungskonzept entwickelt, das eine Reduktion der Komplikationen bei guten Ergebnissen verspricht.

Methoden: Von 1996 bis 2006 wurden 6 Patienten mit Sattelnasen nach diesem Konzept operiert, bei denen mindestens 1 Jahr Vollremission und eine höchstens geringe Aktivität in der Nase bestand. Eine minimal traumatisierende, geschlossene Technik kam zur Anwendung – ohne endonasale Mobilisationen bei großzügiger Ablösung der äußeren Haut. Es wurde eine präzise Anpassung der groß dimensionierten autologen Knorpelelemente an das Transplantatlager vorge-nommen.

Ergebnisse: Bei allen Patienten kam es zu kleineren Komplikationen, vor allem zu Dehiszenzen um die Durchtrittspunkte von Fäden und über Prominenzen der Transplantate. Auf konservativem Wege konnten in 4 und durch kleine operative Maßnahmen in 2 Fällen die Probleme behoben werden. Bei allen Patienten wurde ein gutes Ergebnis erzielt, das in allen Fällen stabil blieb (Beobachtungszeitraum 2–9 Jahre). Negative Effekte auf die Grundkrankheit wurden nicht beobachtet.

Schlussfolgerung: Wegener-Sattelnasen können durch geschlossene Rhinoplastiken mit Implantation von autologen Rippenknorpelelementen gut und dauerhaft rekonstruiert werden, wobei postoperativ stets mit kleineren Komplikationen und verzögerten Heilungsverläufen zu rechnen ist. Diese können jedoch durch eine tägliche endonasale Untersuchung früh erkannt, behandelt und behoben werden.