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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Frühe ex vivo-Erfahrungen mit der Swept-Source Frequency-Domain Optischen Kohärenztomographie zur Differenzierung hyperkeratotischer und dysplastischer Schleimhautveränderungen

Meeting Abstract

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  • corresponding author Christian Stephan Betz - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München
  • Waseem Jerjes - Department of Oral and Maxillofacial Surgery, University College London Hospital, London, Großbritannien
  • Colin Hopper - Department of Oral and Maxillofacial Surgery, University College London Hospital, London, Großbritannien
  • Andreas Leunig - Klinik für HNO-Heilkunde der LMU München, München
  • Brendan Conn - Pathology Department, Royal Free and University College Medical School, London, Großbritannien

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod476

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod476.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Betz et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Es ist zu erwarten, dass eine zuverlässige in vivo Diagnostik von dysplastischen oder frühinvasiven Schleimhautveränderungen einen positive Einfluss auf Morbidität und Mortalität von Karzinomen des oberen Luft-Speiseweges haben könnte. Mit hohen Bildakquisitionsraten und signifikanten „signal to noise“ Vorteilen im Vergleich zur konventionellen Time-Domain Optischen Kohärenztomographie (OCT) erscheint die Frequency-Domain OCT (FD-OCT) für diese Applikation gut geeignet.

Methoden: Insgesamt 25 Exzisions-Biopsien neu aufgetretener oraler Leukoplakien wurden in B-Scan Technik mittels eines Swept-Source OCT Systems (EX1301 OCT Microscope, Michelson Diagnostics Ltd, Großbritannien) abgetastet. Das Gerät arbeitet in einem Wellenlängenbereich 1310±50 nm, einer Scan-Breite von 6 mm und verfügt über eine Auflösung von ≤10 µm Halbwertsbreite in allen drei Ebenen. Die Gewebeproben wurden anschließend im pathologischen Institut anhand korrelierender Gewebeschnitte routinemäßig befundet und die OCT-Scans hinsichtlich erkennbarer mikroanatomischer Strukturen ausgewertet.

Ergebnisse: Auf den OCT-Scans konnten Oberflächenstrukturen wie die Keratinschicht, die Epithelschicht, der epidermal-dermale Übergang sowie Bereiche mit erhöhter Zellzahl („cellular crowding“) eindeutig identifiziert werden; die Befunde zeigten eine gute Korrelation zu den histopathologischen Schnitten bis in eine Tiefe von ca 1,5 mm. Eine serielle Bilderfassung erlaubte die Berechnung dreidimensionaler Geweberekonstruktionen.

Schlussfolgerungen: Nach unseren Ergebnissen stellt die Methode ein vielversprechendes Verfahren für den Einsatz in der Tumorfrühdiagnostik dar. Derzeitige Bemühungen liegen in einer Verbesserung von Bildqualität und Kontrast.

Unterstützt durch: Michelson Diagnostics Limited