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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Geruchswahrnehmungsstörungen bei Patienten mit primären Vaskulitiden

Meeting Abstract

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Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod464

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod464.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Laudien.
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Gliederung

Text

Einleitung: In epidemiologischen Arbeiten werden Geruchswahrnehmungsstörungen (GWS) bei Patienten mit primären Vaskulitiden (pV) regelmäßig beschrieben. Wissenschaftliche Untersuchungen mit modernen Verfahren der Olfaktologie stehen bis heute aus. In der vorliegenden Studie werden subjektive Angaben zur Geruchswahrnehmungsleistung mit Ergebnissen psychophysischer Testverfahren verglichen, sowie ein möglicher Zusammenhang zur Nasenatmung untersucht.

Patienten und Methoden: Von 10/2006 bis 05/2007 wurden 124 Patienten mit pV mittels des Sniffin`Sticks screenings 12 (Sn'St) untersucht. Die Nasenatmung wurde bei 123 Patienten durch Rhinomanometrie objektiviert. Einen standardisierten Fragebogen zu GWS beantworteten 30 Patienten.

Ergebnisse: Bei 16 (12,8%) der 124 Patienten lag mit einem score von 6 oder weniger im Sn'St Test eine hochgradige GWS vor. Bei einer angenommenen Prävalenz von 4% für hochgradige GWS in der Gesamtbevölkerung ist dieses Ergebnis signifikant (p=0,004).

Eine mittel- bis hochgradige Nasenatmungsbehinderung (NAB) zeigten 45 Patienten (28,5%). Eine Korrelation zwischen NAB und GWS wurde nicht nachgewiesen.

Zwischen subjektiver Einschätzung der GWS und Ergebnissen des Sn'St ergab sich eine hoch signifikante Korrelation (p=0,01).

Schlussfolgerung: GWS kommen bei pV hoch signifikant häufiger vor als in der Gesamtbevölkerung. Die subjektive Einschätzung der Geruchswahrnehmungsleistung korreliert mit der durch psychophysische Testverfahren ermittelten und ist weitgehend unabhängig von einer NAB.

Der Ort der Schädigung, die Ausprägung der GWS auf Teilaspekte der Geruchswahrnehmungsleistung und eine mögliche Abhängigkeit der GWS von der Entität der pV und/oder Krankheitsphase wird in weiteren Untersuchungen geklärt.