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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Langzeitresultate der Botulinumtoxintherapie bei Patienten mit Blepharospasmus, Spasmus facialis und Synkinesien

Meeting Abstract

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  • corresponding author Anna Niemczewska - Univ.-HNO-Klinik, Univ.-Augenklinik, Göttingen
  • Katharina Junghans - Universitäts-HNO-Klinik Göttingen, Göttingen
  • Rainer Laskawi - Universitäts-HNO-Klinik Göttingen, Göttingen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod406

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod406.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Niemczewska et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Faziale Dyskinesien werden erfolgreich mit Botulinumtoxin behandelt. Im Fokus dieser retrospektiven klinischen Analyse steht der Vergleich der initialen Dosierung mit der Dosisveränderung während der gesamten abgelaufenen Therapiedauer bei Patienten mit einem guten Behandlungseffekt. Außerdem wurde die Änderung der Punkteverteilung (Injektions-Topik) in der mimischen Muskulatur sowie die Veränderung der Dosis der jeweiligen einzelnen Injektionsloci bei Botulinumtoxin-Langzeitpatienten betrachtet.

Methode: Die Patienten wurden aus der Botulinumtoxin-Ambulanz der Universitäts-HNO-Klinik Göttingen rekrutiert. Die Analyse schloss insgesamt 80 Patienten (59 Frauen und 21 Männer) ein. Die Patienten waren an einem Blepharospasmus, einem Spasmus hemifacialis oder an Synkinesien nach einer Fazialisdefektheilung erkrankt.

Ergebnisse: Die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug 8,5 Jahre mit durchschnittlich 23 Einzelbehandlungen (zwischen 10 und 40 Injektionsbehandlungen). Unsere Resultate zeigten eine kontinuierliche Dosissteigerung in allen drei behandelten Gruppen über lange Therapiezeiträume. Begründen lässt sich dies zum einen durch die Erhöhung der Dosis einzelner Injektionspunkte; zum anderen wurden weitere neue Injektions-Punkte ausgewählt und addiert.

Schlussfolgerung: In Abhängigkeit vom veränderten Beschwerdebild sowie von der Symptomatik der jeweiligen fazialen Dyskinesie ist für alle genannten Indikationen eine Dosissteigerung mit zunehmender Therapiedauer zu erwarten.