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79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

30.04. - 04.05.2008, Bonn

Wie belastbar sind die Ventile von Stimmprothesen? – Ergebnisse eines in vitro Zyklustestes mit 1.000.000 Ventilöffnungen

Meeting Abstract

  • corresponding author Peter Kress - HNO-Klinik, Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
  • Peter Schäfer - HNO-Klinik, Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
  • Friedrich Peter Schwerdtfeger - HNO-Klinik, Mutterhaus der Borromäerinnen, Trier
  • Stefan Roesler - Fachhochschule Esslingen, Fachbereich Maschienenbau, Esslingen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 79. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Bonn, 30.04.-04.05.2008. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2008. Doc08hnod295

Die elektronische Version dieses Artikels ist vollständig und ist verfügbar unter: http://www.egms.de/de/meetings/hnod2008/08hnod295.shtml

Veröffentlicht: 22. April 2008

© 2008 Kress et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Versagt das Ventil einer Stimmprothese, so kommt es zur transprothetischen Leckage und Aspiration, der bis heute häufigsten und gefährlichsten Komplikation der Stimmrehabilitation mit Shuntventilen.

Bisher wurde als Ursache für Defekte an Stimmprothesen meist die Biodegeneration der Ventile angeführt.

Bisher kaum untersucht ist die Frage, ob und in welchem Ausmaß auch Abnutzung Materialermüdung zum Versagen der Ventile beitragen.

Die vorliegende Untersuchung hat zum Ziel diese Abnutzung und Ermüdung der Ventile von Stimmprothesen in vitro nachzuweisen und Ihre Bedeutung für das Versagen der Prothesen zu gewichten.

Methode: In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Strömungsmaschinen und Strömungssimulation, Prof. Dr. Ing. S. Roesler der Fachhochschule Esslingen wurde im Rahmen von Studentenprojekten ein Messstand errichtet, der sowohl eine präzise Messung der Druck-Fluss Kurven von Stimmprothesen, als auch die Bestimmung der exakten Ventilöffnungsdrücke ermöglicht. Nach Aufnahme von Basis-Druck-Fluss Kurven der gängigsten Stimmprothesen wurden die Prothesen einem Zyklustest mit bis zu 1.000.000 Ventilöffnungen unterzogen. Anschließend wurden die Druck-Fluss Kurven und auch die Ventilöffnungsdrücke erneut bestimmt und mit den Basiswerten verglichen.

Ergebnisse: Alle untersuchten Stimmprothesenmodelle zeigen Abnutzung und Ermüdung welche zu einem nicht unerheblichen Teil zum Versagen der Ventile in vitro beiträgt. Das Ausmaß der Abnutzung und Ermüdung ist stark vom Ventiltyp und den verwandten Baumaterialien abhängig.

Schlussfolgerung: Eine Optimierung der Shuntventile durch Verwendung neuer Werkstoffe und Ventilmechanismen könnte eine deutlich längere Verweildauer zukünftiger Stimmprothesenmodelle ermöglichen.